Kiews Plan “B” für den Donbass – Bricht der Krieg in der Ukraine im Frühjahr wieder aus? | Anti-Spiegel

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18-01-21 05:16:00,

Um die Ukraine ist es ruhig geworden in den Medien und der Waffenstillstand hält seit Monaten weitgehend. Aber vieles deutet darauf hin, dass das nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm ist.

Vor über einem Jahr haben sich Merkel, Macron, Putin und Selensky zum letzten Mal im Normandie-Format getroffen und über die Umsetzung des Abkommens von Minsk verhandelt, aber schon bei der abschließenden Pressekonferenz wurde klar, dass Kiew sich kaum an die Absprachen halten würde. Das dabei im Dezember 2019 für April 2020 angesetzte nächste Gipfeltreffen hat nicht stattgefunden und das hatte nichts mit Corona zu tun, sondern damit, dass die getroffenen Vereinbarungen nicht umgesetzt worden sind.

Der ukrainische Präsident Selensky hat immer wieder verkündet, dass der Konflikt im Donbass in 2020 gelöst werden müsse, ansonsten werde Kiew zu einem nicht näher beschriebenen Plan B greifen. 2020 ist vorbei, der Konflikt ist nicht gelöst. Und nachdem Joe Biden, der auf das Engste mit der Ukraine verbunden ist, US-Präsident wird, spürt man in Kiew Rückenwind. Die Waffenlieferungen sind auf Rekordniveau und somit zeigen alle Vorzeichen für 2021 auf eine Verschärfung und Eskalation des Konfliktes.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag im Nachrichtenrückblick “Nachrichten der Woche” zwei Beiträge zur Ukraine gebracht. Zunächst gab es eine Zusammenfassung und Analyse der “Großwetterlage” und dann einen Korrespondentenbericht aus dem Donbass. Da westliche Medien nicht aus dem Gebiet berichten, dürfte es für viele interessant sein, sich letzteren auch anzuschauen, denn zusammen mit meiner Übersetzung ist er auch ohne Russsichkenntnisse verständlich und die Bilder sind bedrückend.

Ich habe beide Beiträge des russischen Fernsehens in einem Artikel übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Neujahr ist immer die Zeit der Hoffnung. Aber es gibt immer auch Ängste. Über die Ängste möchte mit Ihnen sprechen. Es geht um den Donbass. Genauer gesagt darum, dass Kiew im Frühjahr beschließen könnte, zu provozieren und zu versuchen, die Kontrolle über die verlorenen Gebiete mit militärischen Mitteln zurückzugewinnen. Also durch viel Blut. Bei dem Gedanken daran läuft es einem kalt den Rücken herunter. Und hier ist der Grund.

Das von Selensky für die Beilegung der Situation im Donbass vorgesehene Jahr ist im Dezember ausgelaufen. Ende 2019 erklärte Präsident Selensky, dass, wenn er das in einem Jahr nicht schaffen sollte, ein mysteriöser Plan “B” eingesetzt wird.

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