Umweltstiftung von Mecklenburg-Vorpommern: Die Verlogenheit der Klima- und Umweltverbände | Anti-Spiegel

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19-01-21 04:24:00,

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat die Stiftung “Klima-und Umweltschutz MV” gegründet und die Klima- und Umweltverbände laufen dagegen Sturm. Was ist da los?

Der Grund ist schnell genannt: Die Stiftung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundeslandes, das 200.000 Euro in die Stiftung einbringt, und von Gazprom, das mindestens 20 Millionen, in manchen Berichten ist auch von 60 Millionen die Rede, einbringt. Formell soll die Stiftung Umwelt- und Klimaprojekte in dem Bundesland fördern, aber der Hauptgrund für die Gründung der Stiftung ist, dass sie helfen soll, US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 zu umgehen, indem sie bei Bedarf Technik zur Verfügung stellt, die Firmen aus Angst vor den USA nicht mehr zur Verfügung stellen wollen.

Die Argumentation der Umweltverbände, warum sie gegen die Stiftung Sturm laufen, ist, dass sie gegen zusätzliches Erdgas sind. Aber der Grund ist vorgeschoben, denn wo ist der laute Protest dieser Verbände, wenn es um den Bau der Terminals für den Import von US-Frackinggas geht, das als Flüssiggas (LNG) mit riesigen Tankern nach Deutschland geliefert werden soll?

Die Tatsache, dass die Umwelt- und Klimaverbände nicht gegen das US-Frackinggas protestieren zeigt, dass es um Geopolitik und nicht um Umwelt- oder Klimapolitik geht. Brauchen Deutschland und die EU mehr Erdgas?

Experten sind sich einig, dass die EU mehr Erdgas braucht und sei es auch nur vorübergehend für zwei bis drei Jahrzehnte, wenn – so die Hoffnung – alternative Energiequellen fossile und nukleare Energiequellen ersetzen können. Erdgas wird als Brückentechnologie bezeichnet, weil es für diesen Zeitraum eine Brücke bauen kann, um den Ausstieg aus der Kohle- und Atomenergie möglich zu machen. Energie wird weiterhin gebraucht und irgendwie müssen die durch den Ausstieg aus Kohle und Atom fehlenden Kapazitäten nun einmal ersetzt werden, alternative Energiequellen können das so kurzfristig nicht leisten.

Die Gegner von Nord Stream 2 argumentieren in letzter Zeit mit Studien, die aufzeigen sollen, dass Erdgas zwar in der Verbrennung sauberer ist als Kohle, dass aber bei Förderung und Transport Methan austritt, wodurch die bessere Klimabilanz von Erdgas zunichte gemacht wird. Wie zweifelhaft und von Lobbyismus gesteuert solche Studien oft sind, habe ich hier an einem Beispiel aufgezeigt.

Aber nehmen wir für einen Moment einmal an, dass die Studien recht hätten. Dann bleibt trotzdem die Frage offen, wie man aus Kohle- und Atomstrom aussteigen und gleichzeitig auf Erdgas als Ersatz verzichten kann,

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