Rückschau auf das Jahr 2020 – Protokoll eines nicht gehaltenen Vortrags

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21-01-21 06:23:00,

Liebe Freunde, liebe Freundinnen

Seien Sie herzlich gegrüßt zum neuen Jahr!

Eine Rückschau auf das letzte Jahr wollten wir miteinander halten, wollten gemeinsam auf das schauen, was uns bewegt hat, wollten uns im Gespräch gegenseitig stützen, miteinander Kraft und Perspektiven für die Zukunft gewinnen.

Jetzt zwingen uns die Abstandsregeln der Corona-Krise auf das Treffen zu verzichten und uns auf eine schriftliche Fassung dessen zu beschränken, was sich im freien Wort hätte entwickeln sollen, wenn wir nicht ganz auf den Austausch verzichten oder ihn ins Digitale verschieben wollten. Mit diesem Befund sind wir aber auch schon an der wichtigsten Botschaft des zurückliegenden Jahres angekommen, mit der wir für die weitere Zukunft konfrontiert sein werden, nämlich: Jetzt und in Zukunft umgehen zu müssen mit extremer Einsamkeit bei gleichzeitig eskalierenden Formen von totalem Kollektivismus – und zugleich die Gemeinschaftlichkeit bewusster Individuen zu suchen und zu fördern.  

 

Wie kann man das schildern?

Zugegeben, ich war zunächst etwas ratlos.

Aber vielleicht kann ich an meiner Person etwas aufzeigen?

Mir war, wie wohl vielen von Ihnen ebenfalls, seit Jahren bewusst, dass unsere Gesellschaft, auf einen kritischen Punkt zusteuert, von dem es kein Zurück mehr geben würde, auf einen Punkt, an dem die Zivilisationsschäden der letzten Jahrhunderte, insbesondere die Exzesse einer profitorientierten Globalisierung des letzten Jahrhunderts, zu einem unausweichlichen Umbruch, Zusammenbruch, Chaos zusammenfließen würden, fließen mussten. Wie immer wir es benannt haben.

Dass dieser Umbruch nicht, wie schon zweimal im letzten Jahrhundert, durch einen globalen Krieg, sondern in neuer Gestalt eintreten würde, war klar. Darüber haben wir schon im letzten Jahr miteinander gesprochen. Das globale atomare Patt wirkte als Bremse, die in eine, wie soll ich sagen? – zunehmend explosive Stagnation führte. (Mehr dazu: https://kai-ehlers.de/2018/07/trump-und-putin-ein-prekaeres-patt/ )

Einfach gesprochen – Covid 19 ist nicht die Ursache der gegenwärtigen Krise, sondern bereits Resultat der über den kritischen Punkt hinausgewachsenen Gleichgewichtsstörungen unseres Planeten. Aber ebenso einfach muss man sagen, dass die Entdeckung des Virus einigen Kräften gerade zupass kam, um daran ihre Agenda einer globalen Krisenbewältigung zu aufzuhängen. Das war schon Anfang des Jahres klar.

Entsprechendes habe ich gleich zu Beginn der Krise, am 22. März, in einem Text:  „Coronawahn – Perversion der Solidarität“ unter der Zwischenüberschrift „Aspekte des Mißbrauchs“ geschrieben, allerdings, inzwischen muss man das noch einmal besonders betonen,

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