EU will die Bargeldgrenze limitieren – Bargeldabschaffung?

eu-will-die-bargeldgrenze-limitieren-–-bargeldabschaffung?

24-01-21 08:56:00,

Bargeld ist gelebte Freiheit. Zahlreichen Politikern und Philosophen wird diese Beschreibung zugeschrieben. Im Kern geht es um die Freiheit, mit dem Vermögen im Zweifel unerkannt und unreguliert Handel betreiben zu können. Daher ist es Kritikern zufolge dem Staat allgemein und aktuell der EU ein Dorn im Auge. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte schon 2018 eine Studie verfasst, wie die Staaten das Bargeld abschaffen können. Diese Argumente macht sich nun wieder die EU zu eigen.

Die möchte ein Limit für Barzahlungen durchsetzen, berichtet u.a. auch die „Süddeutsche Zeitung“. Dabei geht es – wie auch der IWF in „Ratschlag“ für Regierungen als Argument formuliert hatte – darum, „Geldwäsche besser bekämpfen zu können“. Dies ist das Argument der EU-Kommission, deren Präsidentin Ursula von der Leyen ist. Kritiker dieses Argumentes haben schon seit langer Zeit darauf verwiesen, dass genau für die Geldwäsche das Bargeld wichtig – aber sicher nicht das einzige Instrument ist. Ein Argument: Dann wird das Geld beispielsweise in eine Firma eingebracht, die dann wiederum mit einem EU-Unternehmen Handel betreiben wird.

Ein interessantes Argument: Ist Bargeld gemein?

Die EU-Kommission hat allerdings, so das Dokument, aus dem die „Süddeutsche Zeitung“ zitiert, ein Argument gefunden, das der IWF allerdings noch nicht kannte. Länder mit hohen Limits haben einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ländern mit niedrigen Limits. Denn Kriminelle würden die letztgenannten Staaten meiden. Darüber hätten sich etwa belgische Juweliere beschwert, die einen Umsatzanteil von 20 % bis 30 % vermissen, der ins Ausland ginge.

Wie weit die EU nach unten geht, wird sich im März zeigen. Dann soll ein „neues Paket von Gesetzesvorschlägen gegen Geldwäsche vorgelegt werden. Wie weit Bargeld dann eingeschränkt werden soll, erfahren wir also bereits in wenigen Wochen.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: