Zerr-Spiegel: Die “Berichterstattung” des Spiegel über die Navalny-Demos am Wochenende | Anti-Spiegel

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25-01-21 08:14:00,

Ich habe nach dem Ende der Navalny-Demos am Samstagabend extra 48 Stunden gewartet, um zu sehen, wie der Spiegel darüber berichten wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wagen Sie mit mir einen Blick ins Kuriositätenkabinett des deutschen “Qualitätsjournalismus”.

Eins vorweg: Leider habe ich heute sehr viel über Navalny schreiben müssen, da er nun mal das beherrschende Thema war. Ich denke, dass es für Deutsche interessant war zu sehen, wie in Russland über die Demos vom Wochenende berichtet wurde und alleine das waren schon drei Artikel. Wenn diese Woche nichts außergewöhnliches passiert, werde ich das Thema Navalny in den nächsten Tagen nicht mehr anfassen, ich verspreche es.

Aber darauf, diesen Artikel zu schreiben, freue ich mich seit zwei Tagen, denn der Spiegel ist sich treu geblieben und hat beim Thema der Demos so einen Mist verzapft, dass ich beim Schreiben fast ein wenig lachen musste. Leider ist das aber ein ernstes Thema, denn es gibt ja bekanntlich immer noch Menschen, die das, was im Spiegel steht, glauben. Messen mit zweierlei Maß in Deutschland

In den 48 Stunden, die seit den Demos vergangen sind, hat der Spiegel mehr als zehn Artikel darüber veröffentlicht. Das ist bemerkenswert, denn in Russland ist am Wochenende nicht viel passiert, wenn man ehrlich ist. Ob in Moskau 4.000 Navalny-Anhänger auf der Straße waren (Angaben der Polizei) oder 40.000 (laut Spiegel), ist nebensächlich. Moskau hat 12 Millionen Einwohner. Das wäre so, als wenn in Berlin je nach Angaben zwischen 1.000 und 10.000 Menschen demonstrieren würden. Das wäre dem Spiegel sicher keine zehn Artikel in zwei Tagen wert, er würde darüber wahrscheinlich nicht einmal berichten. Zumal sich die Zahl 40.000 nicht halten lässt, wenn man sich die Bilder anschaut, aber sei es drum.

Außerdem hat der Spiegel an diesem Wochenende gezeigt, wie sehr er politische Propaganda betreibt, denn während er sich bei den Demos in Russland darüber echauffiert hat, dass Russland keine Demos genehmigt und die Begründung Corona als Ausrede hinstellt, fand er es völlig in Ordnung, dass am gleichen Wochenende in München und in den Niederlanden Demos mit der Begründung Corona aufgelöst worden sind.

Was denn nun, lieber Spiegel? Ist Corona ganz schlimm und ein Grund, Demos zu verbieten? Der Spiegel legt Corona ganz nach politischer Großwetterlage aus, in Russland ist es kein Grund, eine Demo zu untersagen,

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