Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 26 oder 10.2 | Von Jochen Mitschka | KenFM.de

corona-untersuchungsausschuss-–-teil-26-oder-102-|-von-jochen-mitschka-|-kenfm.de

28-01-21 04:29:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

In der Corona-Ausschusssitzung Nr. 10 von August 2020 wird das Thema „Gefährlichkeit des Virus, Behandlung der Krankheit, Impfen als Ausweg?“ (1) diskutiert. Dabei kamen zunächst Dr. Wolfgang Wodarg, dann Dr. Gerd Reuther zu Wort, der zuletzt erklärt hatte, welche Wirkung ein Cocktail von einem dutzend Arzneimitteln, gemeinsam mit einer Sedierung durch Opiate und Überdruckbeatmung mit einem über 80-jährigen Menschen, der nur noch die Hälfte der Nierenleistung eines 35-40-jährigen Menschen hat, anstellt.

Er führte dann weiter aus:

Nicht auf allen Intensivstationen würde berücksichtigt, dass Nierenfunktionen solche Unterschiede aufweisen, weil das auch im ambulanten Bereich kaum eine Rolle spielen würde. Eigentlich müsste man, wenn jemand mit 50 Jahren beginnt ein Medikament einzunehmen, alle 5 bis 10 Jahre die Dosierung reduzieren, weil die Nieren einfach langsamer arbeiten. Aber das würde leider nur in den wenigsten Fällen wirklich realisiert werden.

Dann, so erklärte Dr. Reuther weiter zur Behandlung von Covid-Patienten durch Überdruckbeatmung, wisse man von Narkosen, dass es zu Gehirnschädigungen kommen kann. 40% der Menschen über 75 Jahren, die operiert werden, haben ein so genanntes postoperatives kognitives Defizit, „das heißt, sie sind etwas ‚durch den Wind‘ nach der Operation„. Bei etwa der Hälfte würde es sich komplett zurückbilden, bei der anderen Hälfte aber nicht.

Das gleiche gelte natürlich auch, wenn man tagelang oder sogar über Wochen auf einer Intensivstation beatmet wird. Das führe dazu, dass Menschen nach dem Wachwerden eine so starke Demenz entwickeln, dass sie zu Pflegefällen werden. Aber niemand hätte sie vor der Beatmung gefragt, ob sie unter diesen Bedingungen die Überdruckbeatmung wünschen.

Nach Meinung von Dr. Reuther würde man nun das Ende der evidenzbasierten Medizin sehen, welches in den 1990er Jahren einmal gefördert worden war. Erstens könne man das dadurch erkennen, in Verbindung mit der Intensivbehandlung, dass man ohne Evidenz behandelte. Man hätte antivirale Medikamente, die dem Namen nach gegen Viren wirken, ohne dass es Wirksamkeitsnachweise dafür gegeben hätte, eingesetzt. Ebenso wie andere Medikamente, für die es keinen Evidenznachweis gegeben hätte.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: