Das Angsthasenland

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28-01-21 04:27:00,

Es scheint völlig gleichgültig, ob dieses Land von dem einen und anderen als Vaterland oder Mutterland, gar Heimatland wahrgenommen wird oder es letztlich nur eine Fläche ist für „diejenigen, die schon länger hier leben“, so Merkel. Dieses Gebiet ist doch nur eines noch: Angsthasenland. Ein Land am stimmungsmäßigen Abgrund zudem. Von einem Virus und nachfolgender Virenhysterie gezeichnet.

Im Dauermodus prasselt auf den Bürger durch Medien und Politik ein: Gefahr, Achtsamkeit, Abstand, Risiken, Killervirus, Langzeitschäden, Krise … Spaß und Lebensfreude sind als Leben ausmachende Konstanten längst weit unter den Nullpunkt gerutscht. Junge Menschen, die zur Party bitten, sind schließlich verblendete und verzogene Moralignoranten, die den Tod ihrer Eltern und Großeltern schulterzuckend billigen. Fleischverzehrer huldigen der Völlerei, der Ökozid geht ebenfalls auf ihr Konto, rot-grüne, inzwischen auch schwarze Gutmenschenfantasie erinnert beständig daran.

Der Versuch des Kennenlernens und der Liebeswerbung von Frauen und Männern unterliegt zunehmend sexistischer Verdächtigung. Der weiße (alte) Mann ist in jedem Falle länger schon als der Schuldige ausgemacht. Aber dem ist zu begegnen, weiß etwa Lou Zucker und das vormalige Hofblatt der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, das Neue Deutschland, wird den nötigen Raum zur Aufklärung gewähren: „Bis wir das Patriarchat abgeschafft haben, brauchen wir dringend strikte Einkommens- und Vermögensbegrenzungen für Männer — aus Sicherheitsgründen.“

Variierend zwischen zermürbt, gereizt und explosiv somit die psychische Befindlichkeit. Variieren mag diese Befindlichkeit auch am jeweiligen Ort der Behausung, sei sie also dörflich oder städtisch. „Sogar ganz normale und seriöse Leute werden in Anrufen und E-Mails regelrecht aggressiv“, stellte Ex-Bundesverkehrsminister, der CSUler Peter Ramsauer bereits in den Maitagen des hinter uns liegenden Jahres mit Erstaunen fest.

Seitdem: Eine Politik der Lebensvergessenheit, ja, der Lebensverkommenheit greift um sich und bricht sich unmittelbar weiter — die längst vorgezeichnete — Bahn: „Es ist alles verrottet“, so schrieb bereits am 24. April 2013 der französische Publizist Olivier Guez mit Blick nicht allein auf die französische Situation in seinem Beitrag „Es liegt was in der Pariser Luft“ für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und legte nach — „die politische Klasse (sei) diskreditiert“, habe sich vor allem aber „als unfähig erwiesen“.

Diese Beobachtung hatte vielleicht nicht zuletzt damit zu tun, dass sich länger schon eine allgemeine Schläfrigkeit über die Bürger der einzelnen europäischen Staaten legte, weil europäische Politiker es unternahmen, alles Politische aus der Gesellschaft zu verbannen.

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