Die Retourkutsche

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28-01-21 11:45:00,

Erstens finden wir da recht klar formulierte Ziele. Dazu muss man sich keineswegs in verschwörungstheoretische Abgründe begeben, muss noch nicht einmal die Suchmaschine anwerfen, sondern könnte auch in jeden beliebigen Buchladen gehen — sofern er nicht wegen eines Lockdowns geschlossen ist. Klaus Schwab beispielsweise, Gründer und Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums, zeichnet in seinem Buch „Covid-19 — The Great Reset“ das Bild eines „neuen“ Kapitalismus, der die Welt retten soll.

Bereits daraus können wir als Demokratie erhaltende Bewegung eine erste Lehre ziehen. Mehr als bisher sollten wir klarmachen, für was wir einstehen: nicht um die Existenz eines Virus zu leugnen, nicht nur um viele Beiträge der Massenmedien als Propaganda zu entlarven, nicht nur um Widerstand gegen die aktuellen Maßnahmen ohne jegliche demokratische Legitimierung zu leisten. Sondern für den Erhalt unserer Demokratie, für den Erhalt unserer Gewaltenteilung, für die Rückkehr zum verfassungsgemäßen Zustand unseres Staates, in dem die Gewalt vom Volke und nicht von korrumpierten Politikern, turbokapitalistischen Lobby-Gruppen oder Wissenschaftlern mit nachweislichen Interessenkonflikten ausgeht. Das leitet zu einer Frage über:

Ein undefinierbares, schlecht vernetztes Etwas, bestehend aus einigen wenigen verbliebenen Maßnahmenkritikern, Maskenverweigerern und Verschwörungstheoretikern? Leute, die sich als Covidioten und Aluhutträger, gar als „Pack“ beschimpfen lassen müssen? Diese Fragen machen klar: Ein Name und damit eine Selbstdefinition tut not. Ob Weltwirtschaftsforum oder Robert Koch-Institut — etwas, das einen Namen hat, lässt sich nicht mehr ganz so leicht mit anderen Bezeichnungen belegen, einfach dadurch, dass es bereits eine Bezeichnung gibt. An dieser Stelle können wir übrigens auch von den Homosexuellen lernen: Sie haben die einst abfällige Bezeichnung des „Schwulen“ für sich selbst übernommen und damit eine einst negative Bezeichnung in etwas Positives verwandelt.

Das soll nun nicht heißen, dass wir uns selbst als Covidioten bezeichnen sollten. Aber wir sollten die Begrifflichkeiten auch nicht der politischen Propaganda beziehungsweise den Mainstream-Medien überlassen, sondern selbst kreativ werden. Wie wäre es zum Beispiel mit „Pro-Demokraten“, „Verfassungstreue“ oder „Grundgesetzler“? Zu sperrig? Alternative Vorschläge sind herzlich willkommen.

Kommen wir zweitens zu den Mitteln, die „die da oben“ einsetzen, um demokratische Prozesse zu unterlaufen und so ihre Ziele zu erreichen. Dazu gehören unter anderem starke Bilder — wenngleich deren Herkunft und Framing häufig zweifelhafter Natur ist: Denken wir an die berühmten Bilder von Bergamo, die selbst manch hartgesottenen Zweifler zumindest vorübergehend in Angst und Schrecken versetzten.

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