Biden-Propaganda im Spiegel: Die Grenze der Lächerlichkeit überschritten | Anti-Spiegel

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29-01-21 08:34:00,

Dass die “Qualitätsmedien” mit aller Macht für Biden und gegen Trump geschrieben haben, ist nicht neu. Aber anhand aktueller Beispiele aus dem Spiegel lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Stilmittel, die man nur noch als plump bezeichnen kann.

In meinem ersten Spieglein-Propaganda-Jahrbuch (von dem in diesen Tagen die 2020er Version in den Handel kommt) habe ich über die Propaganda-Instrumente, die die Medien nutzen, im Vorwort folgendes geschrieben:

“Ein weiteres wichtiges Mittel der modernen Propaganda sind Adjektive. Ein Beispiel: „Präsident Obama hörte aufmerksam und interessiert zu“ klingt viel schöner, als „Präsident Trump blickte währenddessen grimmig drein“. Mit solchen wertenden Formulierungen werden Assoziationen geschaffen und ob wir wollen oder nicht: Für die meisten klingt „Obama“ sehr positiv, während das Wort „Trump“ negativ klingt. Das liegt an der andauernden Berieselung mit den jeweiligen Adjektiven.
Egal, wie kritisch wir sind oder für wie kritisch und wachsam wir uns auch halten, diese Dinge laufen unterbewusst ab und beeinflussen jeden von uns.”Wenn schütteres Haar “drollig” wird

Im Falle von Joe Biden wird dieses Mittel der unterbewussten Beeinflussung bis zur Absurdität getrieben. In normalen Zeiten würde man so einen Bericht über die Amtseinführung eines US-Präsidenten für Satire halten:

“Nach seinem Eid auf die Familienbibel um 17.49 Uhr hält der Mann des Tages seine erste Rede. Sie wird ihrer eigenen Wichtigkeit gerecht. Feierlich, entschlossen, nachdenklich. Mehr noch entzückt, wie das dünne weiße Haupthaar von Joseph Robinette Biden, 46. Präsident der Vereinigten Staaten, sich im Wind immer wieder drollig verzwirbelt. Es gibt eben Dinge, denen selbst das strengste Protokoll nichts anhaben kann.”

Sein Haar “verzwirbelt sich immer wieder drollig.” Ich habe dabei spontan an “die Frisur sitzt – 3-Wetter-Taft” denken müssen. Das war aber keine Satire, die Passage ist aus einem der vielen Spiegel-Artikel über die Amtseinführung von Joe Biden.

Wo der Spiegel früher noch mit mehr oder weniger dezent eingestreuten Adjektiven gearbeitet hat, die dem Leser dezent und unmerklich zeigen sollten, was er zu denken hat, kommt nun der Holzhammer zum Einsatz: Trump der Teufel, Biden der Heilsbringer. Trumps Frisur war immer wieder Thema von Spott im Spiegel, das schüttere Haar des greisen und dementen Joe Biden hingegen “verzwirbelt sich drollig” – man lernt eben nie aus.

Auch die Überschrift des Artikels zeigt, wie die Menschen beeinflusst werden sollen.

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