Der große Umbau findet doch schon seit mindestens 40 Jahren statt – was soll dann das Schwärmen von Schwab und Co?

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29-01-21 11:13:00,

Die NachDenkSeiten hatten zum Thema Great Reset am 5. Januar einen Beitrag gebracht und dann am 20. Januar Leserbriefe dazu eingestellt. Dabei hatte ich angekündigt, auf das Thema zurückkommen zu wollen, was hiermit geschieht. Das Thema beherrscht nach wie vor in manchen Zirkeln die Debatte. Auch auf den NachDenkSeiten taucht es wie beim Interview mit Hannes Hofbauer immer wieder auf. Ich bin immer noch nicht von der Bedeutung dieses Schlagworts überzeugt. Aber ich bin noch mehr davon überzeugt, dass der Gründer und Macher des Forums von Davos eine große PR-Begabung ist – von der Fähigkeit abgesehen, dass es ihm gelungen ist, immer wieder Leute mit viel Einfluss in Davos zu versammeln und ihren Einfluss sich dort gegenseitig bestätigen und verstärken zu lassen. Albrecht Müller.

Auch in diesem Jahr ist es Herrn Schwab gelungen, wichtige Menschen zumindest virtuell zu versammeln. Man konnte nach den Ankündigungen erwarten, dass wir bei den Video-Statements wenigstens erfahren, wie der Great Reset – der große Umbau oder in anderer Formulierung: die neue Gesellschaftsordnung – konkret aussehen soll. Ich war gespannt und bin enttäuscht. Haben Sie bei der in dieser Woche gelaufenen virtuellen Sitzung des World Economic Forum etwas Wegweisendes über den großen Umbau gehört? Vom Führer aus China? Von Angela und Ursula? Der Great Reset von Davos schmolz jetzt schon dahin wie der Schnee von Davos demnächst im April.

Das ist schon deshalb verständlich, weil der Umbau schon lange stattgefunden hat. Was jetzt zum Beispiel mit dem Pochen auf Nachhaltigkeit und schnellere Digitalisierung hinzukommt, sind Akzentverschiebungen oder nur PR-Tünche. Sogar BlackRock tüncht mit. Siehe hier „Nachhaltigkeit wird BlackRocks neuer Investmentstandard“.

Neben den schon lange zurückliegenden grundlegenden Veränderung gibt es aktuell schlimme Veränderungen, die vor allem aus der Corona-Politik folgen:

  • massenweise Insolvenzen
  • Konzentration beim Einzelhandel, wahrscheinlich werden Ketten besser überleben als selbstständige Einzelhändler
  • Sondergewinne beim Versandgewerbe, insbesondere Amazon
  • Konzentration im Hotel- und Gaststättengewerbe, auch hier wird es eine Konzentration zugunsten der größeren Einheiten geben
  • Sondergewinne bei allen, die über finanzielle Reserven verfügen und die Schwächere aufkaufen könnten
  • Sondergewinne bei Hightech
  • eine weitere Verschlechterung der Einkommens- und Vermögensverteilung
  • Ausbau der Überwachungsmöglichkeiten
  • massenweise psychische Probleme bei quasi weggesperrten Personen, usw..

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