Mit Aufklärung gegen Cybermobbing

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30-01-21 06:19:00,

Bild: Hatice Erol auf Pixabay (Public Domain)

Sexuelle Belästigung, Hasstiraden, Identitätsdiebstahl: Für Kinder und Jugendliche ist durch Verlagerung sozialer Kontakte ins Internet das Klima dort noch rauer geworden

Mit der fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft gerät das Thema Cybermobbing immer weiter in den Fokus. Bundesweit sind immer mehr Kinder und Jugendliche betroffen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat sich dieser Trend noch einmal verstärkt. Drei Kölnerinnen haben nun eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um Cybermobbing mit einem Aufklärungsprojekt den Kampf anzusagen.

In Deutschland immer weiter verbreitet

Gewalt- und Mordandrohungen in den sozialen Medien. Urlaubsbuchungen oder unter falschem Namen abgeschlossene Handyverträge. Das Spammen mit pornografischen Inhalten und systematische Verleumdungen im Netz. Die Facetten von Cybermobbing sind vielfältig. Dabei sind die Täter oftmals nicht viel älter als ihre Opfer. Fälle, in denen Pubertierende ihre eigenen Mitschülerinnen und Mitschüler als potenzielles Ziel ausgemacht haben, sind keine Seltenheit. Für die Betroffenen hat Cybermobbing oftmals gravierende Folgen, die von körperlicher aber vor allem von seelischer Natur sein können – ein beschädigtes Selbstwertgefühl und weitere psychische Probleme, die in Extremfällen bis zur sozialen Isolierung und sogar zum Suizid führen können.

Laut einer aktuellen Studie der Hamburger Techniker Krankenkasse (TK) sind bundesweit immer mehr Kinder und Jugendliche von Hass und Hetze im Netz betroffen. Aus der Untersuchung “Cyberlife III – Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern” geht hervor, dass Kinder, Jugendliche und Heranwachsende zwischen acht und 21 Jahren häufiger von Cybermobbing betroffen sind als noch vor drei Jahren. Im Vergleich zu 2017 ist deren Zahl im Jahr 2020 von 12,7 Prozent auf 17,3 Prozent gestiegen.

Das entspricht nahezu zwei Millionen betroffenen jungen Menschen im gesamten Bundesgebiet. Den Grund für diesen Anstieg sieht die Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, Maren Puttfarcken, vor allem in der Pandemie begründet: “Kinder und Jugendliche sind infolge der Kontaktbeschränkungen häufiger im Netz unterwegs als zuvor und haben noch mehr ihre sozialen Kontakte dorthin verlagert.”

Ein Workbook gegen Cybermobbing

Angesichts dieser Umstände wird immer deutlicher wie groß der Nachholbedarf bei der digitalen Medienerziehung ist, um Cybermobbing nachhaltig etwas entgegensetzen zu können. Wie das funktionieren kann, zeigt das Kölner Gemeinschaftsprojekt #MiNaGo. Mit Hilfe eines interaktiven Social Media Workbook wollen die Initiatorinnen des Projekts Lehrer, Eltern und Kinder für den sicheren Umgang mit Sozialen Medien sensibilisieren.

Hierbei handelt es sich keineswegs um einen klassischen Ratgeber,

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