Wie in Russland über die Proteste vom Sonntag berichtet wurde | Anti-Spiegel

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01-02-21 02:23:00,

Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung “Nachrichten der Woche” ausführlich und fast zwanzig Minuten lang über die Proteste vom Sonntag berichtet. Da im Westen der Eindruck verbreitet wird, in Russland würden solche Proteste von den Medien totgeschwiegen, habe ich die Berichte übersetzt.

Die Proteste in Russland waren am Sonntag das wichtigste Thema der deutschen Medien, während größere Proteste in Deutschlands Nachbarländern verschwiegen oder nur kurz erwähnt wurden, wie ich hier bereits aufgezeigt habe. Aber auch im russischen Fernsehen waren die Proteste in Russland ein großes Thema, obwohl sich landesweit kaum 20.000 Menschen daran beteiligt haben.

Ich habe die Berichte des russischen Fernsehens vom Sonntag übersetzt. Bevor wir zu der Übersetzung kommen, habe ich jedoch eine Anmerkung: Der zweite Beitrag über die Demonstrationen in Moskau ist leider nicht wie üblich komplett transkribiert worden. Einen Text aus einem Video zu übersetzen, dauert viele Stunden, weshalb ich mich bei den Übersetzungen immer an die mit den Videos veröffentlichten Transkripte halte, die in der Regeln auch dem Beitrag zu hundert Prozent entsprechen, weshalb die russischen Fernsehbeiträge zusammen mit meiner Übersetzung auch ohne Russischkenntnisse verständlich sind.

Das dürfte bei dem zweiten Beitrag dieses Mal nicht so gut funktionieren, da das Transskript leider aus mir unbekannten Gründen sehr kurz ist, während der Bericht aber 13 Minuten gedauert hat. Trotzdem sprechen die Bilder eine deutliche Sprache und auch wenn viele Details nicht transkribiert wurden und ich sie daher nicht übersetzt habe, lohnt sich für Interessierte ein Blick in das Video.

Beginn der Übersetzung:

(Erster Beitrag über die Proteste in ganz Russland)

Für die Organisatoren der illegalen Proteste war der heutige Tag besonders wichtig: Es geht um die Fähigkeit der Ideologen, Menschen auf die Straße zu bringen. Im Fernen Osten ist das vollkommen gescheitert. Hier ist das Zentrum von Wladiwostok. Der Verkehr läuft normal. Es ist ruhig. Einige Teilnehmer – etwa 150 Personen – haben sich aufs Eis zurückgezogen. (Anm. d. Übers.: Darüber hat der Spiegel in einem eigenen Videobeitrag berichtet, der ebenfalls nur paar wenige Menschen zeigt, im Begleittext des Spiegel-Videos klingt das aber natürlich ganz anders)

Auch in Blagoweschtschensk ist es leer auf den Straßen. Auf dem zentralen Platz gibt es Polizeibusse und einen Schneepflug. Die Stadt Birobidzhan lebt ihr normales Leben.

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