Das Corona-Labyrinth. Von Magda von Garrel

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02-02-21 07:07:00,

Mittlerweile haben die täglichen Corona-Schreckensmeldungen einerseits und die in die Länge gezogenen und dabei immer rigoroser werdenden Einschränkungen andererseits ein solches Ausmaß erreicht, dass man am liebsten gar nichts mehr davon hören, sehen oder lesen möchte. Doch sobald wir tatsächlich den Kopf in den Sand stecken, ist erst recht keine (“von oben” kommende) Besserung zu erwarten. Da ist es schon klüger, wenn wir trotz aller Verdrossenheit selbst noch einmal gründlich über das Geschehene nachdenken und die daraus abzuleitenden Fragen und Forderungen zur Diskussion stellen.

Maßnahmen-Wirrwarr

Beginnend mit dem ersten Lockdown im März 2020 zeichnen sich die von der Regierung verordneten Maßnahmen durch zahlreiche Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten aus, zu denen nicht zuletzt die teilweise Aufgabe neoliberaler Sichtweisen zu zählen ist. So wurde plötzlich die Sorge um das Wohlergehen alter Menschen zum zentralen Anliegen erhoben und gilt damit den Angehörigen einer aus wirtschaftlicher Sicht eher “unproduktiven” Bevölkerungsgruppe, die dementsprechend noch nie zuvor eine derartige Aufmerksamkeit erfahren hat.

Das nächste “regierungsamtlich” vorgetragene Argument betrifft die Krankenhäuser, die vor einer Überlastung sowohl hinsichtlich der Bettenkapazitäten als auch hinsichtlich des Pflegepersonals zu schützen seien. Dabei wird bis heute regelmäßig verschwiegen, dass wir es bei diesem Notstand mit den Ergebnissen einer “(Gesundheits-)Politik” zu tun haben, die (über die Einführung von Fallpauschalen) für eine Umwandlung der Krankenhäuser in privat betriebene und gewinnorientierte Unternehmen gesorgt hat und sogar jetzt noch die Schließung der in diesem Sinne “unrentablen” Krankenhäuser befürwortend und unterstützend zulässt.

Höchst erstaunlich ist auch die abrupt erfolgte Abkehr von der in allen Sonntagsreden formulierten Maxime, dass die kleinen und mittleren Betriebe das Rückgrat unserer Wirtschaft seien. Folgt man dieser Logik, werden wir es wegen der vielen durch die erzwungenen Schließungen verursachten Insolvenzen bald mit einer “rückgratlosen Wirtschaft” zu tun haben, was aber die für die Maßnahmen Verantwortlichen nicht sonderlich zu beunruhigen scheint.

Die bis heute nicht abreißende Begleitmusik der “Corona-Politik” setzt sich aus Schreck einflößenden Bildern und Zahlen zusammen, mit denen wir dazu gebracht werden sollen, uns (frei-)willig den mehr oder weniger am Parlament vorbei beschlossenen Verordnungen zu fügen und die aus den Maßnahmen resultierenden Verwüstungen stillschweigend hinzunehmen. An der immer noch gegebenen mehrheitlichen Zustimmung lässt sich ablesen, dass diese Methode bislang tadellos funktioniert hat.

Dabei soll von der suggestiven Macht der immer wieder gezeigten prototypischen Bilder hier gar nicht die Rede sein,

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