Die Trauma-Epidemie

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02-02-21 01:35:00,

Die individuellen Ausprägungen von Ängsten mit persönlicher Entstehungsgeschichte sind relativ gut untersucht. Daraus wurden zahlreiche Behandlungsmethoden entwickelt. Dieser Artikel nimmt zunächst die Angst eines Individuums aus tiefenpsychologischer Sicht in den Fokus: Verdrängte Erlebnisse und traumatische Situationen werden durch aktuelle Belastungen und überhöhten Stress wieder erweckt, es entsteht Angst. Teile des früher schmerzhaft Erlebten geraten ins Bewusstsein und werden wieder von einer psychischen Abwehr in unbewusste Bereiche verdrängt. Diese Abwehr gelingt jedoch nicht vollständig, Teile des Verdrängten stellen sich symbolisch dar in psychischen und körperlichen Symptomen.

Die derzeitigen Corona-Restriktionen bieten vielerlei Auslöser für verdrängte Trauma-Erlebnisse. Sich maskieren zu müssen impliziert symbolisch „Mund halten“, zu wenig Luft einatmen können, Angst vor Ansteckung durch ein hochgefährliches Virus.

Es entstehen bei nicht wenigen labileren Individuen Todesangst, in eine Klinik eingewiesen zu werden, sowie permanente Angst, sich in zahlreichen öffentlichen Situationen falsch zu verhalten, sich selbst und andere zu gefährden. Angst und Schuldgefühle sind offen oder unterschwellig die ständigen Begleiter im Alltagsleben und können psychische Erkrankungen auslösen und vorhandene verstärken.

Primär traumatisierte Personen sind direkt durch eine Katastrophe betroffene Menschen, sekundär betroffen sind aber auch Rettungskräfte, Ärzte, Pfleger, Polizisten, Feuerwehrleute et cetera. „Mögliche Folgen sind Veränderungen von Kognitionen und Gefühlen, Symptome von Ärger, Angst, Depression, reduziertes Selbstwertgefühl, emotionale Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Essstörungen, sowie psychosomatische Symptome und belastete Beziehungen“ (3).

Traumasymptome können jedoch schon durch die Wahrnehmung von bestimmten Ereignissen in Filmen, im Fernsehen und Internet ausgelöst werden (4). Hier spricht man von einer „sekundären Traumatisierung“. Beobachten kann man bei diesem Personenkreis: „Mitgefühlserschöpfung“, „stellvertretende Traumatisierung“ und „Burnout“ (3). Vor diesem Hintergrund stellt sich die Situation in Deutschland und vielen anderen Ländern wie folgt dar:

Wir haben eine Bevölkerung, die permanent durch die Mainstream-Medien, bildreich über bedrohliche und abschreckende Geschehnisse der SARS-CoV-2-Epidemie informiert wird.

Die Ausbreitung und Verstärkung schon vorhandener psychischer Erkrankungen und Stressbelastungen wächst mit jedem weiteren Monat der Zwangsmaßnahmen und der sich schon fast hypnotisch wiederholenden Begleitpropaganda. Nicht nur Ängste belasten das Zusammenleben, sondern auch Wut und Ärger. Beengende Lebensbedingungen, finanzieller Absturz und soziale Isolierung finden kontra-phobisch in zunehmender Gewaltbereitschaft und Suizidgefährdung ihre Opfer.

Schreckensbilder in den Medien und tägliche Informationen über einen exponentiellen Anstieg von Infizierten- und Sterbezahlen lassen für die meisten Menschen eine lebensbedrohende Gefahr im Alltag realistisch werden. Wer sich nicht innerlich von der Angst- und Panikmache distanzieren kann,

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