Navalny-Proteste und die USA – Russland droht Konsequenzen an | Anti-Spiegel

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02-02-21 09:52:00,

Die USA haben in sozialen Netzwerken die Navalny-Proteste unterstützt. Was sie bei sich zu Hause nicht dulden würden, tun sie selbst eifrig in Russland. Oder wie hätten die USA wohl reagiert, wenn Russland die Erstürmung des Kapitols in sozialen Netzwerken befeuert hätte?

Die USA, die jede äußere Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten streng bestrafen, haben schon vor einer Woche bei den Demos auf der Seite ihre Moskauer Botschaft Hinweise veröffentlicht, die Russland als Unterstützung der illegalen Demos betrachtet. Besonders dreist: Obwohl die Organisatoren der Demos nicht zum Kreml wollten, hat die US-Botschaft geschrieben, der Marsch gehe zum Kreml. War das ein Fehler oder eine Aufforderung an die Demonstranten?

Wie die USA wohl reagiert hätten, wenn die russische Botschaft in Washington sich bei der Erstürmung des Kapitols so verhalten hätte. Das russische Außenministerium hat den Vorhaltungen aus dem Westen schon eine deutliche Antwort gegeben. Navalny fordert US-Sanktionen gegen 35 Russen

Aber auch in der darauf folgenden Woche ist einiges passiert. So hat Navalnys Anti-Korruptions-Stiftung einen Brief an den US-Präsidenten und das US-Außenministerium geschrieben und um US-Sanktionen gegen 35 Russen ersucht. Der Direktor der Stiftung, Wladimir Aschkurow, der auch den Brief unterschrieben hat, sitzt in London, so wie auch die “Recherche-Abteilung”. Darüber habe ich hier ausführlich berichtet. Navalny ist also keineswegs der kleine Blogger, der sich mit Putin anlegt, sondern er wird massiv aus dem Westen unterstützt. Die Verbindungen von Aschkurow zum britischen Geheimdienst sind seit vielen Jahren bekannt, sogar Mitschnitte der Gespräche seiner Treffen mit britischen Geheimdienstoffizieren sind vom russischen Geheimdienst veröffentlicht worden.

Der Brief an den US-Präsidenten ist noch vor Navalnys Rückkehr nach Russland geschrieben worden und gleichlautende Aufforderungen sollen auch an die EU und Großbritannien gehen. Die Forderung nach Sanktionen wird mit der “Begrenzung der Korruption und Verstößen gegen die Menschenrechte” begründet. Die Einmischung der USA in inner-russische Angelegenheiten

Natürlich haben sich Vertreter der USA zu den Protesten in Russland geäußert und Russland kritisiert. So hat der neue US-Außenminister Blinken getwittert:

“Die USA verurteilen die anhaltende Anwendung brutaler Taktiken gegen friedliche Demonstranten und Journalisten durch die russischen Behörden in der zweiten Woche in Folge. Wir erneuern unseren Aufruf an Russland, diejenigen freizulassen, die wegen der Ausübung ihrer Menschenrechte inhaftiert sind, darunter Alexei Navalny.”

The U.S. condemns the persistent use of harsh tactics against peaceful protesters and journalists by Russian authorities for a second week straight.

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