Freiheit nur für Geimpfte: Die Zweiklassengesellschaft kommt | Anti-Spiegel

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04-02-21 08:51:00,

Die Medien berichten derzeit, der Ethikrat habe sich gegen Sonderrechte für Geimpfte ausgesprochen. Ein Grund zum Aufatmen? Nein, denn im Kleingedruckten spricht sich der Ethikrat bereits für Sonderrechte für Geimpfte aus.

Der Spiegel titelt “Corona-Pandemie – Ethikrat spricht sich gegen Sonderrechte für Geimpfte aus” und schreibt:

“Können nicht wenigstens alle Geimpften wieder tun, was vor Corona normal war? Der Ethikrat hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob für Geimpfte besondere Regeln gelten sollen und eine Ad-hoc-Empfehlung veröffentlicht. In der Stellungnahme spricht sich der Ethikrat gegen entsprechende Sonderregeln aus.
»Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verbietet sich die individuelle Rücknahme staatlicher Freiheitsbeschränkungen nach Ansicht des Ethikrates schon deshalb, weil die Möglichkeit einer Weiterverbreitung des Virus durch Geimpfte nicht hinreichend sicher ausgeschlossen werden kann«, heißt es in einer Mitteilung.”

Das klingt beruhigend. Aber die Begründung sind für den Ethikrat nicht die angeblich unveräußerlichen Grundrechte, sondern nur die Frage, ob eine Impfung auch tatsächlich die Verbreitung von Corona verhindert. Sollte morgen festgestellt werden, dass die Impfung die Verbreitung von Corona verhindert, dürfte sich der Ethikrat also für Sonderrechte für Geimpfte aussprechen.

Dazu eine generelle Frage: Was ist eigentlich, wenn die Impfung die Verbreitung von Corona nicht aufhält? Gilt dann ein lebenslanger Lockdown in Deutschland?

Aber zurück zum Ethikrat. Wenn man den Spiegel-Artikel weiterliest, steht da auch:

“Eine Ausnahme soll es laut der Stellungnahme des Ethikrates allerdings geben. Die insgesamt kritische Beurteilung möglicher Sonderregeln gelte nicht für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege-, Senioren, Behinderten- und Hospizeinrichtungen, heißt es in einer Mitteilung. Dort sollten Ausgangsverbote und Beschränkungen bei Besuchen aufgehoben werden, wenn die Menschen durch Impfungen geschützt sind.”

Nun wird ein entsetzlicher Gruppenzwang in Pflegeeinrichtungen aufgebaut. Wenn sich da jemand nicht impfen lassen möchte, werden alle anderen Bewohner und Mitarbeiter ihn angreifen, weil ja nur wegen diesem bösen Impfverweigerer weiterhin Beschränkungen von Besuchen bestehen.

Und ganz dick kommt es zum Schluss:

“In Abgrenzung zu staatlichen Regeln ist es den Ethikern zufolge zudem denkbar, dass private Anbieter, also zum Beispiel Fluggesellschaften, den Zugang zu ihren Waren und Dienstleistungen von einer Impfung abhängig machen. Dies sei auf die Vertragsfreiheit zurückzuführen, so der Ethikrat. Demnach können Privatpersonen und private Unternehmen grundsätzlich entscheiden, mit wem sie einen Vertrag schließen wollen.
»Wenn zum Beispiel Restaurants wieder öffnen oder Konzerte wieder stattfinden, können Veranstalter diese nur Geimpften anbieten, um für sich zu werben und ihre Mitarbeiter zu schützen«,

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