„Ich lasse mir von der Wikipedia nicht meine Identität stehlen“

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04-02-21 08:42:00,

Die Wikipedia feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen, doch es gibt wenig Grund zum Feiern. Erst vor wenigen Wochen attestierten Forscher der Europa-Universität Viadrina der Wikipedia „verworrene“ und „intransparente“ Strukturen und kamen zum Schluss, dass die Wikipedia keine seriöse Quelle mehr sei. Wie unseriös die Wikipedia in Teilen arbeitet, zeigt das Beispiel des österreichischen Biologen Clemens Arvay. Nachdem er sich kritisch zur Corona-Impfstoffentwicklung geäußert hat, wurde er Opfer einer regelrechten Rufmordkampagne, die immer absurdere Züge annimmt. Im Gespräch mit den NachDenkSeiten schildert Arvay, wie sein Wikipedia-Eintrag von interessengesteuerten Nutzern manipuliert wurde und wird und warum der Kampf gegen derartige Kampagnen einer Sisyphos-Arbeit gleicht. Von Jens Berger.

Herr Arvay, wenn man der deutschsprachigen Wikipedia Glauben schenken mag, sind Sie ja eine – wie es heutzutage so schön heißt – „umstrittene“ Person. Wer Ihre Bücher und Videos kennt, reibt sich da verwundert die Augen. Auch ich habe mir während meiner Recherchen zur Corona-Impfstoffentwicklung Ihre Videos mit großem Gewinn angeschaut und konnte Ihre Aussagen anhand von Artikeln und Statements von Experten wie William Haseltine bestätigen, die man wohl als „Koryphäen“ auf diesem Gebiet bezeichnen könnte. Wie kommt es, dass in der Wikipedia ein so undifferenzierter Eintrag steht?

Seit September 2020, also seit dem Erscheinen meines differenziert kritischen Buches „Wir können es besser“ über die Corona-Politik, ist mein Wikipedia-Eintrag praktisch ununterbrochen Veränderungen unterworfen. Diese werden federführend durch eine kleine Gruppe von Benutzern durchgeführt, die auch nicht davor zurückschrecken, neutrale Benutzer, die ihnen in die Quere kommen, zu diffamieren, ständig mit Meldungen wegen „Vandalismus“ zu bedrohen und einen „Edit-War“ nach dem anderen auszulösen. Offenbar sprechen sie sich untereinander ab. Sie gehen sehr aggressiv vor.

Ihre Agenda lautet, möglichst viel Neutrales und Positives über mich aus dem Artikel wegzubekommen und dafür ausufernd lange sogar noch die unbedeutendste negative Pressemeldung hingebungsvoll wiederzugeben. Der Abschnitt über meine „Impfstoffpositionen“ schwillt immer mehr an und macht schon mehr als die Hälfte des Textes aus. Er enthält aber praktisch keinerlei Information über meine Impfstoffpositionen, sondern fast nur wortreiche, jedoch inhaltsleere Zitate aus irrelevanten Internetartikeln, die durch das Einstreuen von Wörtern wie „Verschwörungstheoretiker“, „Impfgegner“ oder „Bill Gates“ darauf abzielen, mich auf perfide Weise in ein dubioses Eck zu stellen. Das permanente Löschen von allem, was mich mit Biologie in Verbindung bringt, ist ihr „heiliger Gral“.

Um diese Zensur zu betreiben,

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