Big Pictures

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06-02-21 07:57:00,

„Big Pictures“ sind weltumspannende Bestandsaufnahmen oder Szenarien für globale Systeme. Big Pictures folgen der Ahnung, dass alles mit allem zusammenhängt, aber ein Individuum niemals das Ganze überschaut. Big Pictures simulieren eine Vorstellung vom Ganzen. Meist sind sie mit einer Art Risikoanalyse verbunden. Wohin steuert die Welt oder wie kann man sie in welche Richtung steuern?

WALTER VAN ROSSUM, 6. Februar 2021, 0 Kommentare

Vorbemerkung der Redaktion: Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Buch „Meine Pandemie mit Professor Drosten. Vom Tod der Aufklärung unter Laborbedingungen“, das am 29. Januar erschienen ist.

Die Daten für solche großen Bilder stammen aus verschiedenen Quellen. (…) Nehmen wir The Global Preparedness Monitoring Board (GPMB). Die Selbstbeschreibung klingt wie die einer Lobbygruppe für Infektionswachtürme:

„Das Mandat des GPMB besteht darin, auf wichtige politische Entscheidungsträger und auf die Welt des systemweiten Fortschritts (world of system-wide progress) Einfluss zu nehmen für eine bessere Vorbereitung und Reaktionsfähigkeit bei Krankheitsausbrüchen und anderen medizinischen Notfällen.“

Das GPMB wurde 2018 von der WHO und der Weltbank gegründet. Vorsitzende sind Dr. Gro Harlem Brundtland, ehemalige Ministerpräsidentin von Norwegen und Ex-Präsidentin der WHO, sowie Elhadj As Sy, ehemaliger Präsident der International Federation of Red Cross and Red Crescent. Des Weiteren gehören dem Vorstand eine international besetzte Galerie illustrer Namen aus Politik und Epidemiologie an, etwa Chris Elias, einer der Direktoren der Bill & Melinda Gates Foundation, oder Anthony Fauci, seit Jahrzehnten oberster Seuchenberater amerikanischer Präsidenten von Reagan bis Trump.

Das GPMB veröffentlicht jährlich einen Bericht über den Stand der Dinge. Der 2019 erschienene hatte den Titel „A World at Risk“ und war eine Warnung, dass die Welt nicht vorbereitet sei auf drohendes Unheil. Darin wurde „vor der sehr realen Bedrohung einer sich schnell ausbreitenden tödlichen Pandemie aufgrund eines Erregers der Atemwege“ gewarnt. Der neueste Bericht von 2020 erntet die Früchte von „A World at Risk“ und heißt „A World in Disorder“:

„Unser diesjähriger Bericht hebt verantwortungsvolle Führung und Bürgersinn sowie die Angemessenheit der Systeme und Ressourcen als Schlüsselfaktoren für den Erfolg hervor. Er legt besonderen Nachdruck auf den Faktor, der diese vier Elemente zu einem wirksamen Ganzen verbindet: die Prinzipien und Werte der Regierungsführung („governance“), die sicherstellen,

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