Godfather of Impfung spricht: Spahn – Impfstoffe, die zugelassen sind, wirken auch

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07-02-21 09:58:00,

Jens Spahn ist Gesundheitsminister, ohne in diesem Fachgebiet einen Abschluss vorweisen zu können. Dennoch ist der Mann offensichtlich im Bilde darüber, wie Impfstoffe gegen bis dato unbekannte Viren (bzw. unbekannte neuartige Arten von Viren) funktionieren. Chapeau, so seine Kritiker. In der jüngsten Pressekonferenz jedenfalls meldete er sich zusammen mit RKI-Chef Wieler zu Wort.

Das Virus ist der Gegner

Spahn machte den wartenden Journalisten klar, wo der Feind steht: „Das Virus ist der Gegner“. Die Zahl der Impfungen würde sich ab Februar durch den Einsatz von AstraZenecas Corona-Impfstoff „verdoppeln“. Allerdings fehle bei diesem Impfstoff die Datenlage, um ihn bei Älteren einzusetzen.

Man wolle für diesen Impfstoff die Reihenfolge der Impfungen ändern, AstraZeneca solle „vorrangig“ bei 18 bis 65 Jahre alten Menschen eingesetzt werden. Immerhin, er hat offenbar mehr Wissen als andere: „Wenn ein Impfstoff zugelassen ist, wirkt er auch“. AstraZeneca war von der EU-Kommission für sämtliche Altersgruppen zugelassen worden.

Die Aussage über die Wirksamkeit ist jedoch überraschend. Denn die Zulassung eines Impfstoffs hat nichts mit einer 100%igen Wirksamkeit zu tun. Selbst in den Studien der Unternehmen selbst sind die Anteile der sogenannten Wirksamkeit – hier gilt ein nicht-schwerer Verlauf als wirksam -, bei 70 % (AstraZeneca) bis über 90 % bei den mRNA-Impfstoffen.

Allerdings ist die pauschale Aussage von Jens Spahn ausgesprochen übertrieben. Denn selbst die Zulassung ist nicht nach den sonst üblichen Verfahren vorgenommen worden. Vielmehr haben die Behörden jeweils eine Notfallzulassung erteilt. Die Pharmaunternehmen müssen weiterhin Daten aus dem Einsatz in der Praxis melden. Die Daten werden entsprechend fortlaufend geprüft.

Dies schließt ganz allgemein natürlich nicht aus, dass die Impfstoffe am Ende nicht so gut wirken, wie es die relative kleinen Datenmengen der Studien der Unternehmen nahegelegt haben. Jens Spahn hat die Sachlage hier nicht korrekt dargestellt.

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