Die Corona-Datenlage ist eine Katastrophe – die meisten “positiv” Verstorbenen weisen andere Todesursachen auf | LAUFPASS.com

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09-02-21 11:20:00,

Im LAUFPASS-Gespräch: Dr. Dietmar Benz.

Seit 30 Jahren befasst sich der erfahrene Gerichtsmediziner Dr. Dietmar Benz mit Todesursachen. Er hat etwa 5.000 gerichtliche Obduktionen durchgeführt. In zahllosen Gerichtsprotokollen finden sich seine Bewertungen im Rahmen von Unfällen oder Straftaten wieder. Seit vielen Jahren führt er in Baden-Württemberg in mehreren Krematorien die sogenannte Feuerbestattungsleichenschau durch. Hierbei hat er einen Überblick über etwa 20% aller zur Kremation gelangten natürlichen Todesfälle dieses Bundeslandes. Über 120.000 Verstorbene hat Dr. Benz in seiner Zeit als Rechtsmediziner vor der Feuerbestattung untersucht. Eine Beobachtung macht ihn seit Beginn der Pandemie stutzig: Bei einem großen Teil der von ihm untersuchten Todesfälle, die laut Totenschein an COVID-19 verstorben sein sollten, hat er teils erhebliche Zweifel an dieser Todesursache.

Wer stirbt an COVID-19? Und wenn ja: wie viele? Gerichtsmediziner fordern eine bessere Fallanalyse

Im Corona-Jahr 2020 sprangen dem erfahrenen Gerichtsmediziner einige Auffälligkeiten ins Auge. Und nicht nur ihm – auch etliche Kollegen in Deutschland machen die gleiche Beobachtung: Bei Leichenschauen zeigt sich, dass viele Verstorbene, denen als Todesursache „Covid-19“ im Totenschein attestiert wurde, eine andere Todesursache gehabt haben dürften. „Ich hielt es für geboten, auf diesen Umstand hinzuweisen und die beobachteten Tatsachen zu vermitteln“, sagt Dr. Dietmar Benz. „Schließlich haben die Zahlen der an Covid-19 verstorbenen Menschen unmittelbare Auswirkung auf die getroffenen epidemiologischen und politischen Entscheidungen. Ich stehe ja als Rechtsmediziner sozusagen am Ende des Corona-Geschehens und habe den letzten Blick auf die Verstorbenen. Und was ich dabei täglich sehe, lässt erhebliche Zweifel aufkommen und gibt Anlass für eine genauere Analyse.“

Welches sind die Fälle, in denen Dr. Benz und seine Kollegen Covid-19 als Todesursache nicht bejahen können, obwohl auf dem Totenschein Covid-19 eingetragen wurde? „Dazu muss ich zunächst ausführen, dass das Durchschnittsalter der von mir untersuchten, als SARS-CoV-2 positiv in den Leichen-Papieren bezeichneten Personen, bei etwa 84 Jahren liegt. Die Lebenserwartung in Deutschland liegt bei rund 81 Jahren. Unter Berücksichtigung der aus den Todesbescheinigungen hervorgehenden, häufig unvollständig ausgefüllten Kausalketten zum Todesgeschehen, sowie unter Einbeziehung meiner Untersuchungsbefunde, kann ich sagen, dass die meisten aller über etwa 80 Jahre alten als Covid-19 deklarierten Verstorbenen schwere, meist mehrfache Vorerkrankungen aufgewiesen haben, die alleine für sich geeignet sind, das todesursächliche Geschehen zu erklären.“

„Das Leben dieser Menschen dürfte auch ohne eine Infektion zu Ende gewesen und der Tod auch unabhängig von einer Infektion eingetreten sein.“

Was bedeutet das für die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen?

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