Die digitalen Supermächte | Von Glenn Greenwald | KenFM.de

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09-02-21 07:10:00,

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Technologiegiganten blasen zum Angiff auf die Meinungfreiheit und den unabhängigen Journalismus — die liberalen Kräfte applaudieren.

Niemand ist offenbar so groß, dass er sich nicht auch von „Kleinen“ bedroht fühlen kann. Drei Silicon-Valley-Monopolisten zerstörten den Emporkömmling Parler, um ein Exempel zu statuieren. Apple, Google und Amazon begründeten ihre arrogante Machtdemonstration damit, dass Parler gegen bestimmte Vorgaben und Wertevorstellungen verstoßen hätte. Dieselben Werte wurden allerdings von den drei Genannten selbst in weitaus höherem Maße verletzt. Nach „gefährlichen Inhalten“ oder extremistischem Gedankengut muss man auf diesen drei Plattformen nämlich nicht lange suchen. Mit einer gehörigen Dosis Doppelmoral ist nun die Jagd auf abweichende Meinungen eröffnet — und auf Plattformen, die diesen Raum geben. Begleitet wird das Ganze vom tosenden Beifall vieler sich als liberal und demokratisch verstehender Zeitgenossen. Diese üben allenfalls eine Feigenblatt-Kritik an der Monopolmacht der großen Tech-Konzerne und bejubeln ansonsten die Zensurorgien an ihren Gegnern. Schließlich trifft es ja nicht sie selber, und der Gedanke, dass sie selbst einmal in diese Grube fallen könnten, scheint ihnen gar nicht erst zu kommen. Eine unheilvolle Entwicklung nimmt ihren Lauf.

Ein Standpunkt von Glenn Greenwald.

Seit Jahren hören Kritiker der Zensurpraxis des Silicon Valley den selben Refrain: Technologieplattformen wie Facebook, Google und Twitter sind private Unternehmen und können selbst entscheiden, wen sie hosten oder wen sie sperren. Gefällt Ihnen nicht, was sie tun, ist es keine Lösung, sich zu beschweren oder sie zu regulieren. Erstellen Sie doch stattdessen eine eigene Social-Media-Plattform, die so funktioniert, wie Sie es gerne haben möchten.

Die Gründer von Parler nahmen diesen Vorschlag auf und versuchten es. Im August 2018 schufen sie eine Social-Media-Plattform, die Twitter ähnelt, aber weitaus mehr Schutz der Privatsphäre versprach, einschließlich der Absage an das Sammeln von Nutzerdaten zum Verkauf an Werbefirmen oder die algorithmische Auswertung von Nutzerinteressen, um Inhalte oder Produkte zu bewerben. Sie versprachen auch weitaus größere Rechte zur freien Meinungsäußerung und lehnten die zunehmend repressive Überwachung von Inhalten durch die Silicon-Valley-Giganten ab.

Vergangenes Jahr war Parler äußerst erfolgreich. Millionen Menschen, die mit der Unterdrückung der freien Rede auf den größten Plattformen nicht einverstanden oder selbst gesperrt worden waren,

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