2020 wurden 4.000 Nato-Flugzeuge und Drohnen an den russischen Grenzen geortet | Anti-Spiegel

2020-wurden-4.000-nato-flugzeuge-und-drohnen-an-den-russischen-grenzen-geortet-|-anti-spiegel

10-02-21 07:52:00,

Die westlichen Medien melden immer wieder, dass russische Flugzeuge sich irgendwo den Grenzen der Nato-Staaten nähern. Was im Westen nicht gemeldet wird ist, wie intensiv die Nato entlang der russischen Grenzen operiert.

Ich habe im letzten Jahr einige Zeit lang wöchentlich über die Annäherungen von Nato-Flugzeugen und Drohnen berichtet, die sich den russischen Grenzen genähert haben. Im Oktober 2020 waren das jede Woche bis zu 60 Vorfälle. Ich habe die Berichte eingestellt, als es “nur” noch etwa 30 solche Vorfälle pro Woche waren. Die Zahl ist stabil geblieben, am Freitag hat das russische Verteidigungsministerium in seinem Wochenbericht 33 Flugzeuge und 8 Drohnen an seinen Grenzen gemeldet, einmal musste die russische Luftwaffe einen Alarmstart durchführen, um den ungebetenen Gästen den Weg zu weisen.

Davon hört man im Westen nichts. Stattdessen haben die westlichen Medien Ende Dezember gemeldet, dass die Nato-Staaten 2020 insgesamt 350 Alarmstarts durchführen mussten, um russische Flugzeuge an den Grenzen der Nato zu beobachten. Bei der Tagesschau klang das unter der Überschrift “NATO-Alarmstarts – Mehr Einsätze wegen russischer Flieger” so:

“Kampfflugzeuge der NATO haben in diesem Jahr laut Angaben des Bündnisses bereits mehr als 400 Alarmstarts absolviert. Bei 350 der Einsätze sei es darum gegangen, russische Flugzeuge zu identifizieren und zu überwachen. “In den vergangenen Jahren haben wir eine Zunahme russischer Militär-Aktivitäten im Luftraum nahe der NATO-Grenzen beobachtet”, sagte eine Sprecherin.”

Der Leser lernt, dass die Russen böse und aggressiv sind. Dass aber die Nato in 2020 insgesamt fast 2.900 mal Flugzeuge und über 1.100 mal Drohnen an die russischen Grenzen geschickt hat, erfährt man bei der Tagesschau nicht.

Diese Flüge sind ein Problem für die zivile Luftfahrt, denn sie fliegen mit ausgeschalteten Transpondern. Zivile Flugzeuge wissen also nicht, ob ein Militärflugzeug in der Nähe ist. Bei der Tagesschau klingt das so:

“Russische Militärflugzeuge übermittelten oft keine Angabe ihrer Position und Höhe, legten keinen Flugplan vor oder kommunizierten nicht mit Fluglotsen, erklärte die NATO. Dies stelle ein potenzielles Risiko für zivile Flugzeuge dar.”

Die Tagesschau hat leider vergessen zu erwähnen, dass das nicht nur für russische Flugzeuge gilt, die Nato macht das ganz genauso. Vor einigen Jahren gab es deshalb einen Streit zwischen Finnland und Russland, als Finnland – mit Unterstützung der Nato – von den Russen gefordert hat, ihre Transponder einzuschalten.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: