Die Botschaft der Toten

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10-02-21 08:06:00,

Jahrzehntelang hatten sich nur wenige Akademiker um die jährlichen Sterbestatistiken gekümmert. Entsprechend spät wurden die Daten publik. Vor August des Folgejahres war selten Endgültiges abzurufen. Mit „Corona“ hat sich dies geändert. Jetzt lechzen plötzlich die käuflichen Mainstream-Medien schon vor dem letzten Tag des Jahres nach den Zahlen.

Begierig sogen sie die Rohdaten des Statistischen Bundesamtes auf und ― ja endlich! ― im Dezember 2020 hat es doch noch mit einer vermeintlichen Übersterblichkeit geklappt. Natürlich kam nur „Corona“ als Ursache infrage. Auf die für solche Schlussfolgerungen notwendigen weiteren Auswertungen musste man gar nicht mehr warten. Die „Corona-Leugner“ schienen überführt!

So wenig wie heutige Totenscheine über die tatsächlichen Ursachen Auskunft geben (1), so wenig trifft dies auch für die Sterbezahlen eines Jahres im Vergleich mit den letzten vier Vorjahren zu. Statistiker brauchen einen langen Atem, um Erkenntnisse zu gewinnen. Zu groß sind die Schwankungsbreiten vieler Daten und zu lange sind zyklische Verläufe ― ob Temperaturwerte oder Todesfälle. Was uns heute frisch auf den Monitor purzelt, hat sich oft über lange Zeit zusammengebraut … Da machen auch 43.000 Todesfälle mehr im Vergleich zum Vorjahr noch keine Übersterblichkeit (2).

Tatsächlich hat es nach 25 Jahren einer weitgehend konstanten Zahl der Sterbefälle ― ungefähr 1 Prozent der Bevölkerung ― ab 2014 eine Trendwende gegeben. Seither steigen die Sterbefälle und die Lebenserwartung stagniert (3). Eine Entwicklung, an der die vermeintliche „Naturkatastrophe“ des Jahres 2020 spurlos abprallte. Unter Berücksichtigung des steigenden Anteils hochbetagter Menschen wären sogar 50.000 Tote mehr für das Jahr zu erwarten gewesen (4)!

Der auf den ersten Blick beunruhigende Anstieg der Sterbefälle ließ die Mietmäuler in den Redaktionen der großen Medien jahrelang kalt. Zu schlecht vertrug sich ein vermehrtes Sterben mit dem Narrativ eines immer längeren und gesünderen Lebens dank Medizin.

Florierende Geschäfte der Leichenbestatter sind mit einer wirksamen Lebensverlängerung der Weißkittel nicht zu vereinbaren. Schließlich müssten jedes Jahr weniger Menschen sterben, wenn immer mehr und immer erfolgreicher behandelt wird.

Mehr Todesfälle weisen keineswegs zwingend auf eine Zunahme tödlicher Krankheiten hin. Die Ursache der steigenden Anzahl von Beerdigungen seit 2015 ist so ernüchternd wie logisch: Seit 2015 sind geburtenstarke Jahrgänge im Sterbealter! Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam es mit einem neuen Optimismus und tatkräftiger Geburtenförderung zu einem Babyboom, der bis 1941 anhielt. Dann fehlten die an der Front festgehaltenen oder im Feld gefallenen Erzeuger.

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