Der Corona-Exodus

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11-02-21 01:38:00,

Soeben erreicht mich ein Bericht aus Mexiko. Die Autorin möchte anonym bleiben.

Hier ihr Bericht:

Der Lufthansa-Flieger von Frankfurt nach Cancun war rappelvoll, bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Flugtickets waren entsprechend teuer. Inzwischen gibt es im Februar 2021 Economy-Plätze in Richtung Mexiko nur noch zu Preisen, zu denen man im vergangenen Jahr 2020 noch Business fliegen konnte. Im Flugzeug überdurchschnittlich viele Familien mit kleinen Kindern, aber auch junge Menschen, Studenten, die zurzeit in der EU nicht studieren können und die das Online-Studium lieber am Traumstrand unter Palmen absolvieren. Jede Krise hat Verlierer und Gewinner. Mexiko, ein Land, in das man derzeit noch praktisch ohne Einschränkungen einreisen kann, sogar ohne Test, und seit Monaten einreisen konnte, gehört eindeutig zu den Gewinnern.

Vor allem der Tourismus boomt, von rückläufigen Buchungen keine Spur, so berichten die Tourismusbehörden im Land. Benjamin Jiménez Hernández, Executive Director of Strategic Planning of the Council for the Promotion of Tourism in Quintana Roo (Consejo de Promoción Turística de Quintana Roo CPTQ, CPTQ), erklärte, dass er in Februar und März 1.700.000 Touristen erwartet, einzig für die Riviera Maya, und die Flüge seien zu 79 Prozent ausgelastet.

Auch die meisten Hotels sind gut gebucht und private Wohnungen und Häuser meist über Monate ausgebucht. Das gilt für viele Regionen im Land, für Puerto Vallarta am Pazifik, für Mexiko City, aber auch für die Riviera Maya. Es sind auffällig viele Europäer im Land, aber auch Amerikaner, Australier und Bürger aus Israel. Eine bunte Gesellschaft internationaler Bürger, die eines gemeinsam haben — sie sind vor den Lockdowns geflüchtet.

Ich habe Familien aus Köln getroffen, die mit ihren Kindern nur wenige Monate bleiben wollten und von hier aus dann tatsächlich alles in Köln abgebrochen haben und in Mexiko bleiben möchten. Freunde und Verwandte verkaufen gerade in Köln den Hausrat, und sie haben eine permanente Bleibe an der Pazifikküste gefunden.

„Wir möchten, dass unsere Kinder in Freiheit mit Liebe und Freude aufwachsen.

Hier haben die Menschen weniger Geld, aber sie tanzen auf der Straße, sie strahlen Lebensfreude aus, und es werden nur in sehr wenigen Bereichen Masken getragen, alles ist geöffnet, Restaurants und Geschäfte, und wenn wir traurig sind, dann gehen wir an den Strand.

Die Gemeinsamkeit, die wir in Deutschland in letzter Zeit so vermisst haben,

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