Johns Hopkins University: Impfung per Wattestäbchen möglich

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11-02-21 11:48:00,

Im Januar 2019 erklärte die WHO “Zurückhaltung gegenüber Impfung” zu einer der zehn größten Bedrohungen für die globale Gesundheit. Aktuelle Umfragen zeigen, dass diese weiter sinkt. Unabhängig davon zeigt eine Studie der Johns Hopkins University, dass Menschen auch mittels PCR-Tests geimpft werden könnten.

Ist ein PCR-Test eine geheime Impfung, fragt Wissenschaftsautor und Rechtsanalytiker John O’Sullivan. Eine Studie der Johns Hopkins University (JHU) zeigt, dass es die Möglichkeit gibt, Medikamente per Abstrichtupfer zu verabreichen. Mit Wattestäbchen, wie sie bei PCR-Tests verwendet werden.

So berichten Forscher um David Gracias, Professor an der Whiting School of Engineering, und den Gastroenterologen Florin M. Selaru, Direktor des Johns Hopkins Inflammatory Bowel Disease Center im Fachjournal „Science Advances“ von „aktiven mechanochemischen therapeutischen Greifern“, sogenannten „Theragrippern“, die auf Körperwärme reagieren.

Befinden sich diese Staubkorn-großen Plättchen einmal im Körper, können sie sich in Schleimhäuten festkrallen und ihre medizinische Fracht über einen langen Zeitraum abgeben. Anschließend lockert sich ihr „Griff“ und sie werden ausgeschieden.

Methode und Funktion inspiriert von einem Parasiten

Die JHU-Forscher beschrieben ihre „formverändernden Mikrovorrichtungen“ als „inspiriert von einem parasitären Wurm, der seine scharfen Zähne in die Eingeweide seines Wirts gräbt. Weiter schreiben die Forscher:

[Die] winzigen, sternförmigen Mikrogeräte [können] sich an der Darmschleimhaut festkrallen und Medikamente in den Körper abgeben [, indem sie] die Art und Weise nachahmen, wie sich der parasitäre Hakenwurm im Darm eines Organismus festsetzt.“

Inspiration für die Theragripper fanden die JHU-Forscher in der Natur, bei einem parasitären Hakenwurm.Foto: Screenshot | Johns Hopkins University

Theragripper sind trotz ihrer Größe – Bild B (unten) zeigt Dutzende Theragripper neben einer Nadelspitze (0,7 mm) unter dem Elektronen-Mikroskop – schichtweise aufgebaut (Bild A). Wenn sich die Paraffinbeschichtung (lila) der Theragripper erwärmt, schließen sich die Geräte autonom.

Theragripper sind schichtweise aufgebaut und deutlich kleiner als eine Nadelspitze.Foto: Screenshot | Johns Hopkins University

PCR-Tests: Impfung ohne Spritze?

Die Forscher der Johns Hopkins University erklären den Vorgang wie folgt:

Wenn die Paraffinbeschichtung der Greifer die Temperatur im Körperinneren erreicht, schließen sich die Geräte selbstständig. Sie klemmen sich an der Darmwand fest. Durch den Schließvorgang graben sich die winzigen, sechszackigen Geräte in die Schleimhaut. Dadurch bleiben sie am Dickdarm hängen, wo sie festgehalten werden und ihre Medikamentenladung nach und nach an den Körper abgeben.

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