Wissenschaftler gründen Plattform zur offenen Diskussion der Pandemie-Strategie – 2020 NEWS

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11-02-21 10:30:00,

Ein Team hochrangiger Wissenschaftler um Prof. Dr. Matthias Schrappe (Forschungsschwerpunkte: Patientensicherheit und Qualitätsmanagement) und den Medizinstatistiker Prof. Gerd Antes möchte mit der neugegründeten Plattform www.covid-strategie.de eine neue, evidenzbasierte, auf die Minimierung von Kollateralschäden zielende Pandemiestrategie diskutierten.

Die Gruppe stellt fest: “Besprechungen nur mit einzelnen Wissenschaftlern aus Spezialdisziplinen genügen nicht, ergebnissoffen Präventions- und Kontrolloptionen zu erarbeiten und ihre Vor- und Nachteile abzuwägen. Es existiert zu wenig oder kein Platz für den wissenschaftlichen Diskurs im Vorfeld der Entscheidungsfindung. Wesentliche Bereiche der Gesellschaft sind nicht vertreten. Es herrscht der Eindruck, dass Positionen, die nicht zum fest geprägten Standpunkt der Entscheidungsträger passen, nicht berücksichtigt werden auch wenn sie die Entscheidungsfindung schärfen und die Suche nach der besten Lösung befördern können. Ein offener Diskurs mit allen wesentlichen Fachbereichen ist aber entscheidend zur Überwindung der Krise.”

Und weiter heisst es auf der Webseite der Wissenschaftler: “Ein unabhängiges Expertengremium fehlt, das Risikoeinschätzungen für die Bundesregierung oder -institute vornimmt, z.B. der SARS-CoV-2 Varianten, Kita/Schulen.  Deren Aufgabe muss es sein, Empfehlungen nach einem strukturierten Prozesse der Risikoabschätzung für die Politik zu geben. 
Konkret für die Entwicklung der Stufenpläne bedeutet das jetzt, dringend den Beitrag von bestimmten Lebensbereichen für Infektionen von Risikopersonen und in stationären Einrichtungen zu evaluieren. Priorität haben hier: Kitas, Grundschulen und der Einzelhandel. Einzelmeinungen, derzeit von einzelnen Experten vorgetragen, erfüllen nicht annähernd die Anforderungen an eine strukturierte Risikoregulierung und genügen nicht, um die breite Wissenskompetenz, die Meinungsvielfalt und die Komplexität der Risikoregulierung zu COVID-19 abzubilden.”

Prof. Schrappe und Kollegen hatten immer wieder mit Strategiepapieren kritisch zur Pandemiebekämpfung Stellung bezogen. Gegenüber dem ZDF hatte Prof. Schrappe im November 2020 geäußert, dass die RKI-Zahlen mit Blick auf die Erarbeitung einer seriösen Strategie nichts wert seien: “Wir brauchen Zahlen. Wir sind im Bereich der Mutmaßungen. Es werden Grundrechte eingeschränkt, ohne dass wir eigentlich genau verwertbare Zahlen haben, und ich halte das als Wissenschaftler aber, ich sage es offen, auch als Bürger, für ein Unding, dass wir ohne eine feste Zahlenbasis zu solchen Einschränkungen schreiten, und vor allen Dingen, da es probate Methoden, die überall bekannt sind, gibt, die jeder, der sich epidemiologisch und infektiologisch betätigt hat, kennt, die zum Standardrepertoire gehören, und da ist unsere Autorengruppe nicht ohne Grund hinterher, das immer wieder einzufordern”

Die Gruppe fordert nun die Erarbeitung eines Stufenplanes. Dieser soll sich an nachstehenden Kriterien messen lassen:

  • Ein elastischer, 

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