Russlands Außenminister Lawrov über Kriegsvorbereitungen zum Frieden

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14-02-21 04:44:00,

Von Willy Wimmer

Man muss nur die Zeitungen in diesen Tagen aufschlagen, um die historische Dimension zu begreifen, in der wir uns-wieder einmal befinden. Da wird der Herr Bundespräsident von einem in Berlin akkreditierten Botschafter, dessen Land offen mit Nationalsozialisten zusammenarbeitet, deshalb mit Schmäh überzogen, weil an die Folgen des Krieges des Deutschen Reiches gegen die Sowjetunion erinnert worden ist. Der Herr Bundespräsident hat dies so angesprochen, wie es in Übereinstimmung mit den historischen Gegebenheiten gewesen ist. Dafür gibt es einen mehr als wichtigen Grund, angemessen und durchaus überfällig, daran zu erinnern. In diesem Jahr vor achtzig Jahren und zwar am 22. Juni 1941, griff das Deutsche Reich die Sowjetunion an. Der Blutzoll überstieg alles das, was man sich bis dahin vorstellen konnte. Was bedeutet „Verantwortung“, wenn nicht diese Tatsache und die dauerhafte Konsequenz für eine deutsche Politik, wenn diese sich als „deutsche Politik“ überhaupt artikulieren kann. Jeder hält es für selbstverständlich, wenn gegenüber dem Staat Israel die Konsequenz aus der Vergangenheit dauerhaft verpflichtend ist. Umso unverständlicher ist es, wenn gegenüber Russland und den Nachfolgestaaten der damaligen Sowjetunion eine Politik seit fast zehn Jahren betrieben wird, die dieser Verantwortung Hohn spricht. Dabei sind es gerade „Moskau“ und vor allem die Menschen in Russland, die in ungewöhnlicher und geradezu beschämend offener und freundlicher Weise auf Deutsche und Deutschland zugehen. Es ist eine Schande, wie seit Anfang des letzten Jahrzehntes das offizielle Deutschland darauf antwortet. 

Konsequenzen ziehen?
Wie anders soll das aussehen und gestaltet werden, als durch die nachvollziehbare deutsche Politik? Jeder, der es wissen will, kann die deutsche und westliche Politik gegenüber die ausgehende Sowjetunion und das heutige Russland beurteilen. Die Wiedervereinigung Deutschlands stand im Frühjahr 1990 immer noch auf der Kippe, als in einem inzwischen veröffentlichtem Telefonat zwischen dem damaligen amerikanischen Präsidenten Bush und Bundeskanzler Kohl beide der Ansicht gewesen sind, dass die NATO nicht länger das geeignete Mittel sein könne, europäische Sicherheit mit zu gewährleisten. Wochen später bestand das NATO-Gipfeltreffen im Sommer 1990 darauf, die NATO im Charakter dadurch zu verändern, dass auf die militärische Komponente verzichtet werden sollte. Auf diese Weise wollten Washington, Bonn und die anderen kooperative Sicherheit unter Einschluss von Moskau in Europa und darüber hinaus gewährleisten. Präsident Bush war noch im Amt, als der „tiefe amerikanische Staat“ unter Führung von Paul Wolfowitz und anderen daran ging,

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