Was tun gegen Propaganda? Klarsprech statt Wolkensprech!

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14-02-21 11:04:00,

Mehrfach schon haben die NachDenkSeiten psychologischen Sichtweisen auf die „Pandemie“ Gehör verschafft. Zuletzt hatte sich Jane-Anna Spiekermann dem Angst-Phänomen während der Pandemie gewidmet. Auch Andrea Wolf-Schuler hatte sich schon einmal zu Wort gemeldet, mit durchaus kritischen Tönen in Richtung ihres eigenen Berufsstandes. Nun lässt sie uns an ihren Gedanken zum Themenkomplex Propaganda und Totalitarismus teilhaben, einerseits wissenschaftstheoretisch begründet, andererseits auch von subjektivem Charakter. Ein langer Text von Andrea Wolf-Schuler, der erschreckende Parallelen zur Geschichte aufzeigt und am Ende dennoch Visionen für eine andere Zukunft beschwört. Nach einer ernüchternden Analyse der derzeitigen Situation mag diese Vision etwas blauäugig erscheinen, aber: Welche Alternative haben wir denn sonst, als auf eine Verständigung zu hoffen und für sie zu werben? Anette Sorg.

2020 – Psychologische Mechanismen im Dienste von Totalitarismus
Wissenschaftstheoretisch begründete und subjektive Thesen

Januar 2021. Die Welt hat sich verändert, oberflächlich betrachtet hat sich alles, das vor einem Jahr sicher und normal schien, aufgelöst. Aufklärung, Eigenverantwortung, Moral. Welchen Wert haben schöne Worte, wenn sie sich nicht am eigenen Handeln im Angesicht einer tatsächlichen Herausforderung messen müssen?

Es scheint in Form einer strategischen Meisterleistung gelungen, das Analysieren und klare Benennen der aktuellen Vorgänge um die „Corona-Krise“ zu „verunmöglichen“: jegliche Kritik, jegliche Warnung vor totalitaristischen Tendenzen und entsprechenden Mechanismen zu tabuisieren, zu diffamieren. Wer dies versucht, ist ein „Verschwörungstheoretiker“, „narzisstischer Psychopath mit Sendungs- und/oder Allmachtsfantasien, letztlich gar ein „Holocaust-Verharmloser“, ein „Antisemit“ und damit ein potenzieller Gefährder der Demokratie und der zwischenmenschlichen Solidarität, gleichzusetzen mit rechtsradikalen Extremisten, islamistischen Terroristen, Mördern (z. B. Metag, 2020; Piorowski, 2020). Zumindest ist eine solche (Un-)Person ein Fall für die Psychiatrie, jemand, von dem man sich als im Sinne der Solidargemeinschaft verantwortlich handelnder Bürger deutlich abgrenzen muss. Jemand, mit dem man sich nur psychologisch geschult befassen sollte.

Ich habe mich 2019 intensiver mit der Frage beschäftigt, wie es zu den Gräueln der Nazizeit kommen konnte – insbesondere zur passiven und aktiven Zustimmung der Massen, der einfachen Bevölkerung, der „Intelligenz“, der „Täterschaft“ von Ärzten, Anwälten, Lehrern, Nachbarn (siehe hierzu Gustave le Bon, Hannah Arendt). Ich nehme nun erschreckend ähnliche Mechanismen wahr. Wie werden diese Mechanismen ihre Wirkung entfalten? Ich möchte es nicht zurückschauend analysieren, möchte nicht erleben, dass diese Mechanismen ihr „Potential voll zur Geltung bringen“! Und das verlangt, die Dinge klar zu benennen.

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