Erzfeind Natur – Über die Krieger an der Virenfront

erzfeind-natur-–-uber-die-krieger-an-der-virenfront

15-02-21 05:50:00,

Wo immer man hinschaut in Zeiten von Corona – überall läuft einem das Militär über den Weg. Tatsächlich sind Gesundheits- und Sicherheitspolitik, Biowaffenforschung und Pandemiebekämpfung seit Jahrzehnten eng verbunden. Parallel wurde schon lange in US-Spielfilmen und Serien auf ebenjene Maßnahmen eingestimmt, die wir heute erleben, auch dort unter Beteiligung des Militärs. Eine vertiefte Betrachtung der Serienfolge „The Next Pandemic“ von 2019 fördert ein kriegerisches Verhältnis zur lebendigen Natur zutage. Eine Glosse.

JULIA WEISS, 15. Februar 2021, 0 Kommentare

Bereits im Frühjahr letzten Jahres sah man hierzulande Bilder, auf denen Soldaten der Bundeswehr über friedliche Marktplätze patrouillierten; darunter war zu lesen, dass sie die Gesundheitsämter bei der „Kontaktverfolgung“ unterstützen. Die großen Medien fanden das alles sehr hilfsbereit von der Bundeswehr und ganz normal, empfindlichere Menschen erschraken leicht und googelten ein bisschen herum: Tatsächlich hatte die Bundeswehr bereits im Februar eine „Task Force Corona“ bereitgestellt; zu diesem Zeitpunkt wiesen die Statistiken in Deutschland genau null Pandemie-Tote aus.

Anfang April – inzwischen gab es knapp 600 An-und-Mit-Tote – war die Bundeswehr dann mit 15.000 für Corona abgestellten Soldaten voll im „Krisenmodus“ – und ist heute mit 20.000 Menschen „im Fleck“ endgültig im Anti-Virus-Kampf angekommen: An der Waffe Ausgebildete sind beim Testen dabei, beim Impfen, in Altenheimen, sie sitzen an Corona- und Impf-Hotlines und sind natürlich weiterhin mit der Verfolgung von „Infizierten“, also meist gesunden und unbescholtenen Menschen sowie ihren Bekannten und deren Bekannten sehr beschäftigt. Seit dem Frühjahr 2020 leitet sogar ein echter Bundeswehrgeneral die Abteilung Gesundheitssicherheit im deutschen Gesundheitsministerium. Grundton der Bundeswehr-PR : Wir beißen nicht, wir unterstützen ja nur – und das auch nur so lange, „wie wir gebraucht werden“. Na, Gott sei Dank.

In den USA sind Gesundheits- und Sicherheitspolitik, Biowaffenforschung und Pandemie im Namen der „Biosecurity“ bereits seit Jahrzehnten symbiotisch verbunden. (1) Militärs aus den USA und anderen Ländern trafen sich seit Ende der 1990er Jahre immer wieder mit Milliardären, Politikern, WHO-Präsidentinnen und leitenden Medienschaffenden zu internationalen Pandemie-Konferenzen und -Planspielen; die letzte Pandemie-Übung wurde 2019 vom World Economic Forum und der Gates-Stiftung veranstaltet. (2)

Biochips und “nachsorgende Überwachung”

Dem jetzigen Impfstoff-Hersteller Moderna hat die US Army bereits 2013 mit 25 Millionen Dollar bei der Entwicklung von mRNA-Medikamenten unter die Arme gegriffen; die Erforschung von dezent unter der Haut zu tragenden Biochips (3) ist dem US-Militär seit 2014 ebenfalls viel Geld wert,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: