Das Gender-Neusprech

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16-02-21 12:51:00,

Jede Sprache unterscheidet sich von anderen Sprachen nicht nur durch ihre Form, sondern auch durch ihren Inhalt. So wird mittels der Sprache die Einzigartigkeit einer Kultur ganz besonders deutlich. Zum Beispiel machen sich kulturelle Unterschiede bemerkbar, wenn man versucht, einen Witz zu übersetzen, was zumeist nicht gelingt, da ein bestimmtes Verständnis nicht nur der jeweiligen Sprache, sondern auch des kulturellen Hintergrunds vorhanden sein muss, um einen Witz verstehen zu können.

Verschiedene Sprachen sind also Ausdruck von Vielfältigkeit. Umso beängstigender ist es, wenn nun ausgerechnet im Namen der Vielfältigkeit, der ständig gepredigten „Diversity“, genau das abgeschafft werden soll, was Vielfältigkeit ausmacht: nämlich die Wörter unserer Sprachen, durch welche kulturelles Gedankengut und Werte erhalten bleiben.

In George Orwells dystopischem Klassiker „1984“ verändert der Staat ständig die Sprache beziehungsweise verkürzt und wandelt sie um in „Neusprech“. Neusprech ist eine verkrüppelte Sprache, in der viele Gedanken und Ideen nicht mehr ausgesprochen werden können, weil die zugehörigen Wörter abgeschafft oder vielmehr erst verboten und dann vergessen wurden.

Sind heute auch bestimmte Begriffe verboten oder nicht „politisch korrekt“? Gerade Wörter, die menschliche Merkmale hervorheben, sind zum Teil verpönt; Wörter, die Rasse, Geschlecht und Rolle eines Menschen beschreiben, gelten heutzutage als „unkorrekt“ oder „diskriminierend“. So wird beispielsweise in den USA der Begriff Afroamerikaner immer öfter gebraucht statt „Schwarze“.

Die Begriffe Mann und Frau oder Vater und Mutter diskriminieren angeblich „genderfluide“ Menschen, und überall werden überflüssigerweise Gendersternchen oder Binnen-Is angebracht, als ob es nicht zu verstehen wäre, wer mit Bürger oder Lehrer oder Kollegen gemeint ist.

Er soll anonym sein, der Mensch, er soll seiner Menschlichkeit beraubt werden, seiner Identität. Er soll nicht mehr Mann oder Frau, schwarz oder weiß oder braun oder gelb sein, er soll nicht mehr Mutter, Vater, Sohn, Tochter, Liebhaber sein: Er soll geschlechtslos, rassenlos, familienlos sein. Nur was bleibt ihm dann noch? Was ist der Mensch, wenn er keine soziale Rolle mehr hat, die er ausüben kann? In diesem Falle ist die Frage nicht „sein oder nicht sein“ wie bei Shakespeare, sondern was darf der Mensch eigentlich noch sein?

Die Protagonisten in dem oben erwähnten Roman „1984” haben keine Freiheiten mehr und werden permanent von Televisoren in ihrer Wohnung überwacht und außerhalb ihrer Wohnung von der Gedankenpolizei …

Eine Sprache zu „gendern” ist eigentlich nichts anderes, als eine Sprache zu verstümmeln und zu zerstören,

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