Panorama und die Toten nach Impfung: Schludern, Täuschen, Vertuschen – Geld und mehr

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16-02-21 11:39:00,

15. 02. 2021 | Die ARD-Sendung Panorama beantwortet auf Basis von Berechnungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) die Frage, ob die Corona-Impfungen zu Todesfällen geführt haben, mit nein. Schon die Berechnungen des PEI sind fragwürdig. Panorama vergleicht noch dazu die falschen Zahlen und ändert mit unvollkommener Offenlegung nachträglich das Video der Sendung.

Laut dem zuständigen und in der Panorama-Sendung von Donnerstag 11. Februar ausgiebig zitierten Paul-Ehrlich-Institut starben 113 Menschen in einem Zeitfenster von 18 Tagen nach einer Corona-Impfung. Bei 43 Fällen habe der Tod “eindeutig” auf eine Krankheit wie zum Beispiel Herzinfarkt zurückgeführt werden können, sagt die Panorama-Sprecherin (min 6:30), unterlegt mit einer Grafik. Das ist eine Falschdarstellung. Das Paul-Ehrlich-Institut, von dem die Zahl stammt, spricht von “vermutlich”, was etwas ganz anderes ist als “eindeutig” (S. 7). Damit werden die Zuschauerinnen getäuscht.

Bei 20 Fällen hätten sich die nach einer Impfung Gestorbenen durch Corona infiziert.

Bei 50 Fällen habe die Todesursache nicht geklärt werden können, teilt Panorama mit. Ob das bei allen Fällen daran liegt, dass die Angehörigen einer Obduktion nicht zugestimmt haben, oder ob die Todesursache in manchen Fällen einfach nicht eindeutig feststellbar war, wird nicht klar..

Dann spricht die Virologin an der TU München, Ulrike Protzer. Ihr zufolge wären im fraglichen Zeitfenster nach Impfung statistisch 100 (Zufalls-)Todesfälle von Geimpften zu erwarten gewesen. Die Redaktion blendet dann ein Schaubild mit den 50 Toten mit ungeklärter Todesursache ein und vergleicht das mit einer doppelt so hohen Säule von 98,8 erwartbaren Todesfällen. Sie lässt die Professorin schlussfolgern, dies zeige, dass die Impfung nicht ursächlich mit irgendwelchen Todesfällen in Zusammenhang stehe.

So wie Panorama es (falsch) erklärt, müssten die 98,8 statistisch zu erwartenden Todesfälle (ohne Einschränkung bei den Todesursachen) aber sachlogisch nicht mit der Anzahl der ungeklärten Todesfälle nach einer Corona-Impfung verglichen werden, sondern mit allen Todesfällen nach einer Corona-Impfung. Das waren 113.

Aber es ist ohnehin ganz anders. Im 3. Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts, aus dem Panorama Zahlen recht willkürlich entnommen hat, findet man die nicht ganz leicht verständliche Passage:

Bei einer jährlichen Hintergrundinzidenz von 98,8 Todesfällen pro 100.000 Personen im Alter von 65 Jahren und älter sind innerhalb von 18 Tagen 77,7 Fälle von plötzlichem Tod (I46.1 nach ICD-10) oder Tod mit unbekannter Ursache (R96–R99 nach ICD-10) zu erwarten.

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