Die Corona-Dramatisierer spalten die Gesellschaft – infosperber

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17-02-21 03:20:00,

Urs P. Gasche / 16. Feb 2021  Behörden und Medien wollen zur Disziplin aufrufen. Doch mit Halbwahrheiten fördern sie Misstrauen und Phantasien.

Normalerweise führt ein gemeinsamer Feind die Menschen zusammen  und überwindet gesellschaftliche Gräben. Anders jedoch das Virus Sars-Cov-2. Es spaltet die Gesellschaft in zwei Lager, die sich zunehmend feindlich gegenüberstehen. Das eine Lager ruft nach Massnahmen, welche die Bewegungsfreiheit noch mehr einschränken. Das andere Lager empfindet die getroffenen Massnahmen als unverhältnismässige Schikanen.

Die zunehmende Spaltung der Gesellschaft wäre zu vermeiden, wenn Regierung und Experten die Entwicklung und die Risiken der Pandemie mit allen Unsicherheiten, welche sie mit sich bringt, unaufgeregt und sachlich darlegen würden. Die Kriterien für einschneidende Massnahmen müssten klar und nachvollziehbar sein. Je stärker Massnahmen persönliche Freiheiten einschränken, desto gründlicher müsste man über den wahrscheinlichen Nutzen und über die unerwünschten, aber wahrscheinlichen Folgen informieren. 

Die Realität sieht anders aus. Selbst ein Jahr, nachdem die Pandemie die Schweiz erreichte, verwenden Behörden und Experten weiterhin eine missverständliche, teilweise irreführende Sprache. Nach wie vor bezeichnen sie positiv Getestete als «Infizierte» oder «Angesteckte», obwohl die meisten von ihnen weder krank noch ansteckend sind. Sie sprechen von «Genesenen», obwohl sehr viele von ihnen nie krank waren.

Regierung und Medien verbreiten auch angreifbare Statistiken wie beispielsweise «tägliche Neuinfektionen» oder «7-Tages-Werte», ohne diese Zahlen mit der stark schwankenden Zahl der Tests und wechselnden Testkriterien in Verbindung zu setzen.

Über die Entwicklung der Dunkelziffer gibt es nur Spekulationen, weil die Behörden bis heute noch keine nationale Kohortenstudie in Auftrag gaben, um zu erfahren, wie sich das Virus wirklich ausbreitet und wie viele Virustragende es im Land wirklich gibt.

«Schockwirkung erzielen» statt Daten erfassen

Über die Zahl der «Long-Covid»-Fälle, also der Erkrankten, die noch ein halbes Jahr oder länger an gesundheitlichen Problemen leiden, kann noch heute nur wild spekuliert werden. Denn der Gesundheitszustand von Covid-Kranken wird statistisch nicht erfasst, nachdem die Patienten ein Spital verlassen haben. Bei Covid-Erkrankten, die in keinem Spital waren, sowieso nicht.

Das ist erstaunlich, weil bereits im März 2020 vor schweren Folgeschäden gewarnt wurde. Doch weder in der Schweiz noch in Deutschland verlangten Behörden oder Experten, dass Folgeschäden erfasst werden. Offensichtlich wollte man in erster Linie die Öffentlichkeit schockieren und erst in dritter Linie belastbare Daten erfassen. 

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