Die umgekehrte Welt

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17-02-21 08:43:00,

Leben oder Tod, das scheint gerade ständig durch die Medien zu geistern. Jeder zweite Zeitungsartikel, jeder noch so kleine Beitrag handelt von der maßlosen Bedrohung, der wir scheinbar durch Corona ausgesetzt sind und der man nur noch durch Solidarität begegnen kann. Alles reduziert sich fast schon cartoonartig auf zwei Zustände: gesund oder krank, lebendig oder tot, weiß oder schwarz. Es ist fast so, als wären alle anderen Werte, die unsere Zivilisation ausmachen, ausradiert — es findet eine regelrechte Umkehr der Werte statt.

Das Jahr 2020 markierte eine Kehrtwende. „Auf einmal schien das Gegenteil von dem zu gelten, was bisher gültig war — das Gegenteil von allem, was sich in einer langsamen Evolution als bewährt herausgestellt hat, was erprobt und selbstverständlich war“, sagt Gunnar Kaiser in seinem Video „Die große Umkehrung von 2020“. Diese Umkehrung vollzieht sich auf verschiedenen Ebenen: der Ebene der Beurteilung davon, was wir als krank oder gesund bezeichnen, der Ebene des Entscheidens, ob nun der Mensch oder die Technik unsere Gesellschaft lenkt, sowie der Ebene der Verantwortung des Staates. Und all diese Umkehrungen führen zusammengenommen zu einer einzigen großen Umkehrung des natürlichen Zustands, einer Verdrehung der alten hin zu einer neuen Normalität.

Früher war man gesund, wenn man keine Symptome hatte, und wurde krankgeschrieben, wenn der Arzt Symptome feststellte. Heute ist man immer eine potenzielle „Virenschleuder“, auch wenn man keine Symptome hat, und darf nur zur Arbeit gehen, wenn man sich durch einen entsprechenden Negativtest die Berechtigung zur freien Ausübung seines Berufes und zur Teilhabe am sozialen Leben einholt.

Der Mensch in all seinen Facetten und in all seiner bunten Vielfalt wird reduziert auf eine einzige Funktion, nämlich ein Überträger von Viren zu sein, ein potenzieller „Superspreader“, und wird dementsprechend nur noch so behandelt und „verwaltet“.

Ein gesunder Mensch ist also potenziell immer auch ein Kranker, so die Logik. Wir müssen unser Nicht-Kranksein erst einmal nachweisen.

Der negative Test ist so etwas wie eine Einlasskontrolle zu notwendigen Bereichen unseres Lebens geworden. Später wird es dann der Impfstatus sein.

Kranksein ist die „neue Normalität“ geworden. Christian Drosten riet im Alltag zu Folgendem: „Am besten wäre es, wir täten alle so, als wären wir infiziert und wollten andere vor Ansteckung schützen.“ Zugleich lasse sich der Spieß umdrehen, indem man so tue,

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