„Die Unwahrheit ist das eigentlich Böse“ – in der Corona- wie in der Außenpolitik

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17-02-21 09:22:00,

Die Menschen sind noch nie in der Geschichte in einem solchen totalen Ausmaß von ihren Regierungen und der in ihren Diensten stehenden Medien permanent getäuscht und belogen worden wie heute. Der Freiheit, Demokratie und dem inneren wie äußeren Frieden wird damit die Lebensgrundlage entzogen. Der Zeitoffizier, Politologe und Autor Wolfgang Effenberger sprach auf der Demonstration für Friede, Wahrheit und Demokratie am Samstag, 13. Februar 2021, in Kaufbeuren im Allgäu und stärkte den Menschen den Mut, für diese Ideale in der Politik einzutreten, da sie Voraussetzung für ein menschenwürdiges Dasein sind. (hl)

Rede von Wolfgang Effenberger

Vielen Dank für die Einladung!

Ihr habt Euch hier trotz grimmiger Kälte versammelt, um für die fundamentalen Werte:  Frieden, Wahrheit und Demokratie einzutreten.

Als ehemaliger Soldat im Kalten Krieg mit Einblick in das geplante atomare Gefechtsfeld in Europa hat für mich der Frieden höchste Priorität. Er ist die Voraussetzung für ein menschenwürdiges Leben. Im Krieg gibt es weder Freiheit, noch Wahrheit, noch Demokratie! Freiheit und Wahrhaftigkeit sind aber Grundvoraussetzungen für den Frieden.
Das hat schon der Philosoph Karl Jaspers in den 50er Jahren betont. Ich zitiere:

„Friede ist nur durch Freiheit,
Freiheit nur durch Wahrheit möglich.
Daher ist die Unwahrheit das eigentlich Böse,
jeden Frieden Vernichtende:
die Unwahrheit von der Verschleierung bis zur blinden Lässigkeit,
von der Lüge bis zur inneren Verlogenheit,

von der Unwahrhaftigkeit des einzelnen bis zur
Unwahrhaftigkeit des öffentlichen Zustandes“.

Bei der jetzigen Unwahrhaftigkeit des öffentlichen Zustands sind die Voraussetzungen für eine freie, demokratische Gesellschaft also nicht mehr gegeben. Und sogar der Publizist Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) hofft, dass die Gesellschaft aufwacht. Er beobachtet mit Sorge, dass schon derjenige, der die Grundrechte verteidigt, sich wappnen muss.

Im Alter zwischen 8 und 9 Jahren besuchte ich im katholisch geprägten Südoldenburg den Kommunionunterricht. Dort wurde uns beigebracht:
„Mut hat auch der Mameluk,
Gehorsam ist des Christen Schmuck“. –

Ich wollte jedoch mutig sein!

Und Ihr habt ja schon bewiesen, dass Ihr mutig seid. Ihr verteidigt die Freiheit, und Euer Mut ist beachtlich!  Ihr seid ständig Angriffen ausgesetzt, werdet diffamiert und durchweg als Corona-Leugner beschimpft.

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