Medienzar Murdoch entschied gleich mehrmals, wer in GB regiert, außerdem gegen den Euro, für den Brexit u.a.m. – das nennt man Demokratie (Nr. 3)

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17-02-21 09:23:00,

Unsere Serie Leben wir wirklich in einer Demokratie? (Nr.1) und (Nr.2.) bekommt zusätzlich neues Material – durch eine 3-teilige Serie von Arte über den Aufstieg der Murdoch-Dynastie. Wer angesichts dieses Materials und vieler anderer Belege noch von westlichen Demokratien spricht, hat nicht verstanden, in welcher kaputten Welt wir leben. Die Videos 

sind noch bis 17.3. verfügbar. Ich habe mir letzte Nacht die Nummer 1 angesehen und will in Stichworten berichten. Albrecht Müller.

Der ursprünglich australische Medienzar hat mit seinem auch in Großbritannien aufgebauten Medienimperium die Konservative Margaret Thatcher unterstützt und sie ihn. Das war ein für beide Seiten wirkungsvolles Geschäft und wegen der neoliberalen Agenda beider Personen von Relevanz nicht nur für Großbritannien, sondern auch für den Rest der Welt.

Murdoch hat dann 1997 umgeschaltet, sich mit Tony Blair getroffen, von ihm vor der Unterstützung ein Bekenntnis gegen den Euro verlangt, ihn einschließlich der Labour Party mit seinem ganzen Medien-Imperium unterstützt. Dazu gibt es spannende Passagen bei Minute 22 und Minute 23, auch darüber, wie direkt die Befehle zur politischen Einflussnahme von Murdoch erteilt und von den Redaktionen befolgt wurden.

Tony Blair wurde Premierminister und befolgte Murdochs Wunsch für ein Referendum über den Euro. Es wird sichtbar, dass Blair durchaus wusste, dass er seinen parteipolitischen und persönlichen Erfolg Rupert Murdoch verdankt, Murdochs 3 Millionen Zeitungen und 10 Millionen Lesern pro Tag und zugleich einer ausgefuchsten Meinungsmache in diesen Blättern.

Bildquelle: Thomas Dutour / Shutterstock

Die Auswirkungen dieses Einflusses haben wir nicht nur im Einfluss von Blairs New Labour auf Gerhard Schröders Verständnis von Sozialdemokratie zu spüren bekommen. Murdochs Boulevardblatt Sun hat sich bekanntermaßen auch in die innerparteilichen Personalangelegenheiten der SPD eingemischt und das politische Ende des SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine eingeleitet:

Die “Sun” widmet Oskar Lafontaine eine Titelseite: “Der gefährlichste Mann Europas”
Berliner Zeitung, 26.11.1998 – 00:00 Uhr

Der Film zeigt auch wichtige Hilfspersonen im wirtschaftlichen und politischen Geschäft des Medienzars, herausragend seine Tochter, seine 2 Söhne, Rebekah Wade und Murdochs junge zweite Frau aus China.

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