Einige interessante Vorgänge im Vereinigten Königreich – Vom Umgang mit Covid-Patienten bis zum Königshaus

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18-02-21 03:43:00,

Nachfolgend finden sich einige Nachrichten der letzten Tage und Wochen aus Großbritannien. Bemerkenswert, weil sie, wenn vielleicht nicht unbedingt richtungsweisend, so doch die generelle Richtung anzeigend, in die sich das ehemalige EU-Mitglied zu bewegen scheint. Es geht im Folgenden um Anweisungen der Gesundheitsbehörden, wie mit behinderten Covid-Patienten zu verfahren sei, Gefängnisstrafen für Reisende, welche ihre Einreisedeklaration falsch ausfüllen, ein Gesetz zum Umgang mit Verbrechern in der Armee und wie das Königshaus anscheinend über Jahrzehnte auf die Gesetzgebung Einfluss genommen hat, wenn dessen finanzielle Interessen tangiert waren und sind. Außerdem ein Blick auf den rechtsfreien Raum, in dem sich Julian Assange weiterhin befindet. Ein Blick über die Irische See von Moritz Müller.

Schon im Juni letzten Jahres gab es im Vereinigten Königreich Meldungen, dass es während des ersten Lockdowns im Frühjahr Randnotizen in den Krankenakten von Patienten gab, von denen diese Patienten nicht unbedingt wussten. Es handelte sich dabei um sogenannte DNRs (Do Not Resuscitate – Nicht Wiederbeleben). Dies sind Anweisungen, die normalerweise für sehr gebrechliche Patienten gelten, wenn zum Beispiel einem sehr alten Menschen bei einem Wiederbelebungsversuch sämtliche Rippen gebrochen würden.

Im März und April 2020 wurden diese Anweisungen aber auch auf Menschen mit „learning disabilities“ angewendet. Bei einem Mann wurde in seiner Krankenakte seine Blindheit und seine schwere Lernbehinderung („blindness and severe learning disabilities“) als Grund dafür angegeben, dass er im Notfall nicht wiederzubeleben sei. Es wurde damals auch bekannt, dass Allgemeinärzte „Blanket DNRs“ (Allgemeine Nicht-Wiederbelebungs-Anweisungen) für ganze Altenheime ausgesprochen hatten. Dem Gesundheitsminister wurde mit einer Justiz-Begutachtung gedroht, weil er sich mehrfach geweigert hatte, klare Richtlinien bezüglich DNRs zu erlassen. Dieser Minister taucht auch in Zusammenhang mit einem anderen Gesetzesvorhaben s.u. auf.

Man fragt sich natürlich, wie viele der „im Zusammenhang mit Corona“ Gestorbenen auf diese Praxis zurückzuführen sind. Trotz der Aufmerksamkeit, welche diese Vorgänge im Sommer erregten, scheint diese Praxis weiterhin Anwendung zu finden.

Im Artikel vom Montag finden sich Zahlen, die besagen, dass bei einem jungen Menschen zwischen 18 und 34 Jahren mit Lernbehinderung die 30-fache Wahrscheinlichkeit besteht, an Covid zu sterben, als im Durchschnitt der Altersgruppe. „Younger people with learning disabilities aged 18 to 34 are 30 times more likely to die of Covid than others the same age, according to Public Health England.“ Es klingt, als müsse hier dringend Abhilfe geschaffen werden.

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