Gedanken | Von Wolfgang Effenberger | KenFM.de

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18-02-21 03:44:00,

Am 13. Februar 2021 sprach Wolfgang Effenberger in Kaufbeuren/Allgäu auf der Demonstration für Friede, Wahrheit und Demokratie.

Vielen Dank für die Einladung! Ihr habt Euch hier trotz grimmiger Kälte versammelt, um für die fundamentalen Werte Frieden, Wahrheit und Demokratie einzutreten. Als ehemaliger Soldat im Kalten Krieg mit Einblick in das geplante atomare Gefechtsfeld in Europa hat für mich der Frieden höchste Priorität. Er ist die Voraussetzung für ein menschenwürdiges Leben. Im Krieg gibt es weder Freiheit, noch Wahrheit, noch Demokratie! Freiheit und Wahrhaftigkeit sind aber Grundvoraussetzungen für den Frieden, das hat schon der Philosoph Karl Jaspers in den 50er Jahren betont.

Ich zitiere:

„Friede ist nur durch Freiheit,

Freiheit nur durch Wahrheit möglich.

Daher ist die Unwahrheit das eigentlich Böse,

jeden Frieden Vernichtende:

die Unwahrheit von der Verschleierung bis zur blinden Lässigkeit,

von der Lüge bis zur inneren Verlogenheit,

von der Unwahrhaftigkeit des einzelnen bis zur

Unwahrhaftigkeit des öffentlichen Zustandes“.

Bei der jetzigen Unwahrhaftigkeit des öffentlichen Zustands sind die Voraussetzungen für eine freie, demokratische Gesellschaft also nicht mehr gegeben. Und sogar der Publizist Heribert Prantl hofft, dass die Gesellschaft aufwacht. Er beobachtet mit Sorge, dass schon derjenige, der die Grundrechte verteidigt, sich wappnen muss. Im Alter zwischen 8 und 9 Jahren besuchte ich im katholisch geprägten Südoldenburg den Kommunionunterricht. Dort wurde uns beigebracht: „Mut hat auch der Mameluk, Gehorsam ist des Christen Schmuck“. Ich wollte jedoch mutig sein! Und Ihr habt ja schon bewiesen, dass Ihr mutig seid. Ihr verteidigt die Freiheit, und Euer Mut ist beachtlich!

Ihr seid ständig Angriffen ausgesetzt, werdet diffamiert und durchweg als Corona-Leugner beschimpft. Dabei bin ich überzeugt, dass niemand von Euch das Virus leugnet! Und auch nicht einen möglichen schweren Verlauf der Infektion. Unser Mitgefühl gilt allen, die unter der Pandemie und dem Lockdown zu leiden haben: Den Infizierten auf den Intensivstationen, den Kindern, die unter Depression, Vereinsamung und häuslicher Gewalt leiden, den Alten, die in der Isolation verkümmern und den Menschen, die um ihre wirtschaftliche Existenz bangen.

Ihr demonstriert hier vor allem für eine vertretbare Verhältnismäßigkeit zwischen Schutz vor Infektion und Freiheitseinschränkung.

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