Der menschliche Makel

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19-02-21 12:10:00,

*„Die Gewinner der Vierten Industriellen Revolution werden möglicherweise von einer Form radikaler Verbesserung des Menschen profitieren, die durch bestimmte Bereiche (…) erzeugt wird, die den Verlierern vorenthalten bleiben wird“ *(1).

So sieht es Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF), das vor allem durch das von ihm veranstaltetete jährliche Treffen der Vertreter der international einflussreichsten Konzerne und Regierungen bekannt ist. Er selbst ist bestens vernetzt, seine Beziehungen reichen über den gesamten Globus. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Schwab nie von einem Souverän gewählt wurde, er ist eher ein selbsterwählter Weltenlenker. Ihm und anderen Anhängern des Transhumanismus, die eine Symbiose aus Mensch und künstlicher Intelligenz anstreben, schwebt eine Zukunft vor, in der menschliche Makel überwunden sind, das Unvollkommene ausgelöscht und das Menschsein abgeschafft ist.

Das Unperfekte ist unerwünscht, vielleicht sogar mit Abscheu besetzt. Was nicht passt, wird passend gemacht. Scheitern war gestern.

Alles was uns menschlich macht — lachen, weinen, trauern, lieben, kurzum: das sinnliche Sein —, soll an Bedeutung verlieren, vielleicht sogar ganz verschwinden.

Jetzt nutzt die Weltelite aus Politik und Wirtschaft ein Virus, gepaart mit einer gehörigen Portion Angst, die erfolgreich von den Regierungssprachrohren in öffentlich-rechtlichen Sendern und sogenannten Leitmedien geschürt wurde, um die Leute auf die Spur zu bringen oder, wie es die Bundeskanzlerin schon vor Monaten sagte, die Zügel anzuziehen.

Wieder werden Kollateralschäden billigend in Kauf genommen. Dafür gab es in der Geschichte schon vor Corona unzählige Beispiele. Im Irakkrieg haben Hunderttausende tote Kinder keine Rolle gespielt. Die damals verantwortliche amerikanische Außenministerin Albright bewertete die auf Lügen gestützte Invasion, gezündet mit zwei der erfolgreichsten Verschwörungstheorien — der Brutkastenlüge und der Mär der irakischen Massenvernichtungswaffen —, und damit den Tod von 500.000 Kindern Jahre später (1996) noch als richtig und „den Preis wert“ (2). Die jetzt zu erwartenden Millionen Opfer der Maßnahmen weltweit, die an akuter Unterernährung, mangelndem Zugang zu Wasser und Medikamenten oder an Selbstmord aus Verzweiflung sterben werden, spielen ebenfalls keine Rolle.

Wir hätten es wissen müssen, aber unsere Bequemlichkeit ist uns oft im Weg und vernebelt unseren Verstand.

Wir werden mit Netflix, Kurzarbeit und der nicht enden wollenden, mantraartig wiederholten Lüge, dass all dies aus Solidarität mit den Alten passiert, ruhig gestellt. Nicht selber denken — konsumieren, ausharren, zum Helden werden durch Lethargie bis zur Auflösung.

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