Das gestörte Milieu

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20-02-21 12:07:00,

„Das Milieu ist alles, die Mikrobe ist nichts“, so die These des französischen Wissenschaftlers Antoine Béchamp (1816 bis 1908). Er war der Meinung, dass Mikroorganismen, wie Viren, Bakterien und Pilze, nicht die Auslöser von Krankheiten, sondern ─ ganz im Gegenteil ─ Teil unseres Organismus und essenziell für unsere Gesundheit sind. Keine Mikroorganismen, kein Leben.

Heute wissen wir: Béchamp hatte recht. Unser gesamter Körper ist von Mikroorganismen ─ auch Mikroben genannt ─ besiedelt, die in ihrer Gesamtheit als Mikrobiom bezeichnet werden. Sie befinden sich in unserem Darm, auf unserer Haut, in allen Körperöffnungen, aber auch in unserem Gehirn. Ohne diese Mikroorganismen wären wir nicht lebensfähig.

Zu den lebensnotwendigen Diensten, die sie für uns verrichten, gehört zum Beispiel die Produktion kurzkettiger Fettsäuren, die unseren Körper vor Entzündungen schützen. Des Weiteren helfen sie bei der Verstoffwechselung von Fett, Zucker und Ballaststoffen. Sie unterstützen unser Immunsystem und produzieren Vitamine, die unser Körper nicht selber herstellen kann, wie zum Beispiel das Vitamin B 12. Sie bauen Umweltgifte ab und sie spielen eine entscheidende Rolle für unsere psychische Gesundheit: Gerät unser Mikrobiom aus der Balance, sind oftmals Depressionen die Folge.

Viren, Bakterien und Pilze sind unverzichtbar für unser Überleben. Den wenigsten von uns dürfte jedoch bekannt sein, dass nicht die Art der Mikrobe über Nutzen und Schaden für uns entscheidet, sondern ganz allein der innere Zustand unseres Körpers.

Dieser ist der ausschlaggebende Faktor dafür, ob eine Mikrobe eine Infektionskrankheit auszulösen vermag oder nicht.

Der amerikanische Arzt Robert O. Young konnte unter dem Mikroskop beobachten, wie sich körpereigene Zellen in Erreger verwandeln. Verantwortlich für diesen Prozess war alleinig ein gestörtes inneres Milieu, wie es beispielsweise bei einer Übersäuerung des Körpers, bei Toxinbelastungen oder bei mangelnder Sauerstoffversorgung unserer Zellen vorliegt. Bei diesen oder ähnlichen Störungen bilden sich Erreger in unserem Körper, die eine Krankheit auszulösen vermögen.

Erreger müssen also nicht von außen „angeflogen“ kommen, um uns krank zu machen. Sie entstehen bei entsprechenden Bedingungen in uns. Wie Béchamp bereits erkannt hat: „Die primäre Ursache von Krankheit ist in uns, immer in uns.“

Ist das Wasser im Aquarium angereichert mit Dreck und Gift, enthält es nicht genügend Sauerstoff, und ist der pH-Wert zu niedrig, müssen wir damit rechnen, dass die Fische erkranken werden.

Eine Analyse der Coronakrise zeigt, dass das Prinzip des gestörten Milieus als Krankheitsursache hier ebenfalls gültig ist.

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