Die Banalität des Guten

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20-02-21 11:33:00,

Ein befreundeter Arzt ist zurzeit damit beschäftigt, seine Zelte in Deutschland abzubrechen, um nach Schweden auszuwandern. Er hält es unter dem aktuellen Merkel-Regime nicht mehr aus. Er hat Angst davor, sich impfen lassen zu müssen, um weiter arbeiten zu können. Er ist davon überzeugt, dass diese völlig neuen und weitgehend ungetesteten Seren weder ihm noch seinen Patienten gut tun werden. Er ist Vegetarier und achtet peinlich genau darauf, kein gentechnisch verändertes Obst und Gemüse zu verzehren. Und soll sich nun als Teil einer Risikogruppe an der „Heimatfront“ von einem Serum beglücken lassen, das „ins Genom eingreift“, ein Serum ohne präklinische Expertise und mit extrem verkürzter Testphase. Das hält er für unverantwortlich, ja kriminell. Er hofft darauf, dass er in Schweden ums Impfen herumkommen wird.

Aber ihn treibt auch die reaktionäre Miefigkeit der Merkel-Ära mit ihren massiven sozial-, umwelt- und außenpolitischen Rückschritten außer Landes, die seit zwei Jahrzehnten bleischwer auf Deutschland lastet, jeglichem Fortschritt eine lange Nase macht und das Land in Agonie versetzt hat, um es ans internationale Finanzkapital und die global operierenden Monopole zu verkaufen. Er habe hier keine Luft mehr zum Atmen, so mein Freund. Die Repression, die Ärzten mittlerweile drohe, wenn sie eine andere Meinung zur offiziellen Corona-Politik auch vor Patienten vertreten, werde immer unerträglicher. Man müsse jederzeit damit rechnen, denunziert zu werden und seine berufliche Existenz zu verlieren. In diesem Zusammenhang fällt der Begriff der Blockwart-Mentalität. Deutschland sei kein Rechtsstaat, keine bürgerliche Demokratie mehr. Er will nur noch weg.

Offenbar sind wir wieder soweit: Deutsche emigrieren, aber nicht, weil die AfD als Regierungspartei eingesetzt worden wäre und sich damit die schlimmsten Befürchtungen der Linken bewahrheitet hätten. Nein, weil die Union in dieser Corona-Krise endgültig ihren Schafspelz fallen gelassen hat. Realität geworden sind die Aussetzung der Grundrechte auf unbestimmte Zeit, die Liquidierung der Meinungsfreiheit durch eine massiv ausgebaute privatisierte Zensur missliebiger Äußerungen, flankiert von übelsten Hetzkampagnen in den mittlerweile fast vollständig gleichgeschalteten „Qualitätsmedien“, Aufforderungen staatlicherseits zur Denunziation, die persönliche Verunglimpfung Andersdenkender bis hin zur Vernichtung ihrer Existenz.

Dabei hat die Union es geschafft, auch viele Linke — die AHA-Linken — davon zu überzeugen, dass die Kritiker der Corona-Maßnahmen geistig Verwirrte, AfD-Anhänger, Nazis oder Antisemiten sind. Ein geschickter Schachzug, um von der eigenen Politik abzulenken.

Tatsächlich haben AHA-Linke „den von oben verordneten ‚Kampf gegen Rechts‘“ (1), so Rainer Mausfeld, angenommen und arbeiten sich sowohl an der AfD als auch an den Kritikern der Corona-Maßnahmen,

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