Das große Gesetz des Friedens | KenFM.de

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21-02-21 05:24:00,

Ein Beitrag von Bastian Barucker.

Das große Gesetz des Friedens hat 6 Nationen über Jahrhunderte Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit gebracht. Es war ein ausgeklügeltes Modell, welches auf Konsens, Respekt, Fairness und einem Gleichgewicht zwischen Mann und Frau beruhte und der Souveränität und Freiheit des Einzelnen große Bedeutung einräumte. Diese alten, indigenen Prinzipien des nordamerikanischen Nationenbündnisses der Irokesen können uns bei der Transformationen in eine echte freiheitlich-demokratische Grundordnung den Weg weisen.

Mir stellt sich die Frage, wie wir das gescheiterte Demokratie Modell reparieren oder revolutionieren, um wirklich zu einem besseren, gemeinsamen Leben zu gelangen. Vorwürfe oder Kritik an unserem aktuellen Gesellschaftsmodell sind legitim und aktuell besonders wichtig, genau so wichtig ist jedoch die Vision einer anderen Art des Zusammenlebens. So können wir mit der Kraft einer Vision für etwas Besseres die nächsten Schritte in die Zukunft gehen und somit diese zum Wohle aller gestalten. Dafür braucht es meiner Ansicht nach die Offenheit radikal, also an die Wurzel gehend zu forschen, so wie es in der einzigen deutschen Doktorarbeit geschrieben steht, die sich ausschließllich und umfangreich dem Thema der irokesischen Demokratie widmet.

Die auch unter Intellektuellen weit verbreitete Abwehr des Gedankens, demokratische Regierungsformen könnten einen anderen historischen und geographischen Ort als die europäische Antike haben, stellt eine Barriere dar, die überwunden werden muss,…“ (Thomas Wagner, S.311)

Die Genialität der Primitiven

Ich habe mich in den letzten 18 Jahren fast ausschließlich mit dem praktischen und theoretischem Studium „primitiver“ Kulturen beschäftigt. Primitiv heißt in dem Kontext: Menschen, die erdverbunden und gemeinschaftlich zusammen leben und ihr Leben meist größtenteils als Jäger und Sammler*innen gestalten. Diese „Primitiven“ brauchten ca. 3,5h Arbeitszeit pro Tag, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen und widmeten sich dann der Entspannung, dem Spiel, dem Gesang, den Kindern und der Gemeinschaft. Klingt nach einer erstrebenswerten Life-Work-Balance oder?

Der amerikanische Anthropologe Marshall Sahlin veröffentlichte 1972 ein bemerkenswertes Buch mit den Namen Stoneage Econimics. In diesem veröffentlichte er seine Forschungsergebnisse zur steinzeitlichen Ökonomie. In einem Zeitungsartikel dazu heißt es:

„Unser Bild vom kärglich-harten Steinzeitleben müsse vollständig revidiert werden. Ja, es sei vielmehr die heutige Gesellschaft, in der die Knappheit ein institutionalisiertes Wirtschaftsprinzip darstellt! Im Gegensatz zur zivilisierten Welt, wo ein riesiger Teil der Bevölkerung jeden Abend hungrig ins Bett geht,

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