Der Tag des (jüngsten) Gerichts für Navalny: Zwei Prozesse und zwei Verurteilungen an einem Tag | Anti-Spiegel

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21-02-21 12:44:00,

Diese Überschrift ist der Tatsache geschuldet, dass sich Navalny nach seinen unflätigen Ausfällen bei den vorherigen Verhandlungstagen nun plötzlich auf die Religion besonnen hat. Genützt hat es ihm nichts: Seine Haftstrafe wurde bestätigt und außerdem wurde er wegen Verleumdung zu einer Geldstrafe verurteilt.

Am Samstag fanden zwei Gerichtsverhandlungen gegen Navalny statt. In der ersten ging es um seine Rechtsmittel gegen die Umwandlung seiner Bewährungsstrafe in eine Haftstrafe, nachdem er etwa 60 Mal gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat. Über seine Verurteilung und die Hintergründe habe ich berichtet, die Details finden Sie hier.

Im zweiten Prozess ging es um die Verleumdung eine Weltkriegsveteranen. Auch hierzu will ich nicht alles wiederholen, aber sein Verhalten vor Gericht hat ihn in Russland viel Unterstützung gekostet. Nachdem bei den ersten Prozessen noch Anhänger von ihm vor dem Gericht demonstriert haben, ist nun niemand mehr gekommen und die Journalisten waren vor dem Gerichtsgebäude unter sich.

Navalny hatte einen 94-jährigen Weltkriegsveteranen übelst beschimpft und anstatt sich einfach bei ihm zu entschuldigen, hat er en alten Mann in der Verhandlung weiterhin derartig beschimpft, dass der Veteran einen Schwächeanfall erlitten hat und nicht mehr an dem Prozess teilnehmen konnte. Das reichte Navalny aber nicht, er bezeichnete die Richter danach als “Obersturmbannführer” und meinte, ein deutsches Maschinengewehr würde sich auf ihrem Richtertisch gut machen. Ich habe ausführlich über die drei Verhandlungstage berichtet, den Bericht über den ersten Verhandlungstag finden Sie hier, den Bericht über den zweiten Verhandlungstag finden Sie hier und den Bericht über den dritten Verhandlungstag finden Sie hier.Navalnys “Strategien” vor Gericht

Navalny ist Jurist, er müsste also wissen, dass man sich vor Gericht zur Sache äußern sollte. Stattdessen nutzte er den Gerichtssaal für politische Reden und Beschimpfungen. Seine knapp 60 Verstöße gegen die Bewährungsauflagen hat er nicht bestritten, stattdessen hat er zum Beispiel gefragt, wozu er sich bei der Polizei melden sollte (eine seiner Bewährungsauflagen war, sich zweimal monatlich bei den Behörden zu melden), wenn doch die ganze Welt gewusst habe, wo er sich aufhält. Mehr war zu Sache von ihm nicht zu hören, ansonsten hielt er in dem Prozess über die Bewährungsstrafe lange politische Monologe, damit die westliche Presse etwas zu zitieren hatte.

Auch im Prozess wegen Verleumdung ging seine “Strategie” nicht auf. Selbst die westliche Presse hat kaum über den Prozess berichtet,

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