Der verhängnisvolle Autoritätsglaube

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22-02-21 01:14:00,

 „Autoritätsdusel ist der größte Feind der Wahrheit.“
 (Albert Einstein)

In der Corona-Krise ist auf erschreckende Weise offenbar geworden, wie stark in der Gesellschaft noch der Glaube an die Autoritäten in den Staatsämtern, in der Medizin, in der Wissenschaft überhaupt verankert ist. Mit Hilfe der ständig erzeugten panischen Angst vor dem Tode hat er sich gar zum blinden Autoritätsglauben gesteigert, dem die offenen Lügen, Täuschungen, Manipulationen und beispiellosen Verfassungsbrüche nicht mehr auffallen, an denen man eigentlich aufwachen müsste. Wo ist die jahrelange „Erziehung zum mündigen Bürger der Demokratie“ geblieben?

Das gläubig-ängstliche Aufschauen zu den heutigen medizinischen Autoritäten hat epidemische Ausmaße angenommen. Diese Wissenschaftler sind die modernen Priester, deren Worte von vorneherein als absolute Wahrheit genommen werden. „Nicht einmal die katholische Kirche genoss in den Pestzeiten des 14. Jahrhunderts eine vergleichbare Autorität wie die naturalistische Medizin der Gegenwart. Heute ist das Weihwasser am Eingang der Gotteshäuser ausgetauscht durch Sprühflaschen mit Desinfektionsmitteln.“ 1

Jeder wache Mensch müsste wahrgenommen haben, dass Politiker wie Wissenschaftler auch Irrtümer begehen, sogar große Irrtümer, dass sie der Kritik und Korrektur durch andere Wissenschaftler und die Öffentlichkeit bedürfen. Jedem müsste aufgefallen sein, dass nicht wenige von ihnen unlautere Motive haben: Wissenschaftler, die aus Ehrgeiz, Ruhm- und Geldgier vor gigantischem Wissenschaftsbetrug nicht zurückscheuen, korrupte Politiker, die scheinheilig das Gemeinwohl ihren Einzel- oder Gruppeninteressen opfern. Autoritätsgläubigkeit ist da nicht nur naiv und zurückgeblieben, sondern, wie Einstein sagte, „der größte Feind der Wahrheit“. Sie fördert die Herrschaft der Unwahrheit und Lüge im Land.

Zur Kritik an Wissenschaftlern muss man nicht selbst ihr Fach studiert haben. Wohl aber kann man die Solidität und Sauberkeit der angewendeten wissenschaftlichen Methode beurteilen und wieweit ihre Ergebnisse sich sinnvoll in einen größeren Sinnzusammenhang eingliedern lassen. In jedem Fall muss man hinzuziehen, was andere Wissenschaftler kritisch dazu zu sagen haben. Denn „die Wissenschaft“ gibt es nicht, die mit einer Stimme die Wahrheit verkünden könnte, sondern immer nur eine Fülle von verschiedenen Forschungs-Richtungen und -Ansätzen, zwischen denen auch nicht die Mehrheit über die Wahrheit entscheiden kann. Nur in der jeweiligen Fruchtbarkeit muss sich die Wahrheit letztlich erweisen. „Was fruchtbar ist, allein ist wahr“, resümierte Goethe am Ende seines langen Forscher-, Politiker- und Dichterlebens.

Angesichts der verheerenden Auswirkungen, welche die Autoritätsgläubigkeit vieler Menschen auf das Leben der Gesellschaft haben kann und hat,

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