Reitschuster, RT und die Grabes-Ruhe der Bundespressekonferenz

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22-02-21 03:27:00,

Die angepassten Journalisten großer Medien fühlen sich beschämt durch den Mut der Kollegen von Alternativmedien. Die „Süddeutsche Zeitung“ bezeichnet engagierte Journalisten gar als Feinde der Demokratie und spekuliert über einen Ausschluss aus der Bundespressekonferenz. Von Tobias Riegel.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hat in einem infamen, aber auch entlarvenden Artikel (Bezahlschranke) kritische Journalisten auf das Übelste diffamiert: Wer in der Bundespressekonferenz (BPK) durch engagierte Fragen auffällt oder die Regierungssprecher durch Nachbohren in Verlegenheit bringt, der ist demnach ein „Gegner der demokratischen Institutionen“. Diese würden die BPK für Propaganda und Verschwörungsmythen missbrauchen. Bei der BPK (laut SZ-Mythos „eine über ganz Berlin-Mitte zersiedelte Sprachfabrik“) zeige sich, wie schwierig es für demokratische Institutionen sei, solche „Gegner“ zu haben.

„Bühne für Verschwörungsmythen und Fake News”

Als „unabhängige“ Quelle für den angeblichen Niedergang der Demokratie in der BPK nennt die SZ „mehrere aktuelle und ehemalige Sprecherinnen und Sprecher“ der BPK, die raunen:

„Die BPK ist gekapert worden“

Nach dieser allgemeinen Einführung schießt sich die SZ konkret auf die Journalisten Boris Reitschuster und Florian Warweg (RT) ein. Die würden die Veranstaltung „sehr erfolgreich“ als „Bühne für Verschwörungsmythen und Fake News nutzen“. Die BPK diene der Kontrolle der Bundesregierung. Sie sei aber nicht gegründet worden, „um Propagandainteressen zu dienen, weder denen von Wladimir Putin, um die sich Florian Warweg kümmert, noch denen der rechtpopulistischen ‚Querdenker‘-Szene“. Sowohl Warweg als auch Reitschuster würden in ihren Beiträgen „systematisch Zitate aus dem Zusammenhang“ reißen. Mit dem eigenen Artikel, der unbequemen Konkurrenten der Alternativmedien indirekt den Mund verbieten möchte, belegt die SZ die folgende Spitze gegen Warweg und Reitschuster:

„Und wenn man sie dafür kritisiert, schlüpfen sie in die Rolle des Märtyrers. Seht her, man will mir den Mund verbieten!“

Die Kritik an den unverhältnismäßigen und destruktiven Corona-Maßnahmen schafft seltsame Bettgenossen. Dass der früher explizit antirussisch positionierte Blogger Reitschuster und der RT-Redakteur Warweg in einem Atemzug von großen Medien diffamiert werden, das wäre bis vor kurzem noch nicht wahrscheinlich gewesen. Der ganze Artikel der SZ offenbart ein Verständnis von „Pressefreiheit“, das einen fassungslos macht. Schließlich spekuliert die Zeitung noch darüber, worauf sie mutmaßlich hinaus will – den Ausschluss kritischer Stimmen, wahrscheinlich damit die eigene angepasste Rolle nicht ganz so erbärmlich erscheint:

„Ausgeschlossen werden kann laut Satzung etwa, wer den Zweck des Vereins gefährdet oder dessen Ansehen oder Belange schädigt.“

Die großen Medien als Untertanen

Wer das Verhalten etwa der Reporter der SZ in der BPK bisher noch nicht als Offenbarungseid empfunden hat,

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