Systemfrage: Von Aristoteles und Orwell – Die Umkehrung der Ethik | www.konjunktion.info

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24-02-21 10:19:00,

Veröffentlicht 24. Februar 2021

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Ethik - Bildquelle: Pixabay / rdaconnect; Pixabay License

Ethik – Bildquelle: Pixabay / rdaconnect; Pixabay License

Der griechische Philosoph Aristoteles (4. Jahrhundert vor Christus) gilt als Begründer der eigenständigen philosophischen Disziplin der Ethik.

Als Bezeichnung für eine philosophische Disziplin wurde der Begriff “Ethik” von Aristoteles eingeführt, der von einer ethikes theorias sprach und damit die wissenschaftliche Beschäftigung mit Gewohnheiten, Sitten und Gebräuchen (ethos) meinte. Dahinter stand die bereits von den Sophisten vertretene Auffassung, es sei für ein Vernunftwesen wie den Menschen unangemessen, wenn dessen Handeln ausschließlich von Üblichkeiten, Konventionen und Traditionen geleitet werde. Die hiergegen von Aristoteles formulierte Überzeugung lautet, menschliche Praxis sei grundsätzlich einer vernünftigen und theoretisch fundierten Reflexion zugänglich; es lasse sich auf begründete Weise etwas darüber sagen, wie man gut und richtig handeln soll und welche personalen Qualitäten dies voraussetzt. Die überkommenen Sitten und Gebräuche werden somit der Vernunft unterstellt, und wo sie deren Maßstäben nicht genügen, sind sie zu ändern oder abzuschaffen. Ethisches Denken bezieht sich auf den gesamten Bereich des individuellen und kollektiven Handelns einschließlich dessen Voraussetzungen; alles freiwillige und zielgerichtete Verhalten des Menschen hält Aristoteles einer vernünftig-wissenschaftlichen Bewertung für zugänglich. Dabei unterscheidet sich das Wissenschaftsverständnis der Ethik allerdings erheblich von dem der auf Naturerkenntnis bezogenen Wissenschaften. Während diese ihren Gegenstand tatsächlich erkennen können, vermag die Ethik nicht bis zum Handeln in konkreten Situationen vorzudringen, sondern nur die Umrisse und Grundprinzipien des rechten Handelns anzugeben. Ethik ist für Aristoteles eine philosophische Disziplin, die den gesamten Bereich menschlichen Handelns samt dessen personalen Bedingungen zum Gegenstand hat, diesen Gegenstand mit philosophischen Mitteln einer normativen Beurteilung unterzieht und zur praktischen Umsetzung des auf diese Weise positiv bewerteten Verhaltens anleitet. – Marcus Düwell / Christoph Hübenthal / Micha H. Werner (2002, Hg.): Handbuch Ethik

Eigentlich könnte man das obige Zitat auf den Satz “Die überkommenen Sitten und Gebräuche werden somit der Vernunft unterstellt, und wo sie deren Maßstäben nicht genügen, sind sie zu ändern oder abzuschaffen.” eindampfen, um zu verstehen, wie es den Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) innerhalb weniger Jahre gelang, eine Gesellschaft dergestalt zu formen und zu verändern, dass eine Transformation derselben nach dem Gusto der IGE möglich war.

Unter den falschen Maßgaben, das Politische Unkorrektheit, Geschlechter als reines Gedankenkonstrukt oder eine ablehnende Haltung gegenüber Migration nur “überkommene Sitten und Gebräuche” sind,

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