Ein Übermaß an Toten. Hochrechnungen in der Diskussion • Anthroblog

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25-02-21 12:09:00,

Ein Übermaß an Toten prognostizierte Neil Ferguson vom Imperial College in London in den letzten zwanzig Jahren bei einer Reihe von Epidemien. Seine Hochrechnungen in der Diskussion.

Am 21. Februar 2020 jährte sich der Tag, an dem die italienische Regierung beschloss, alle Grundfreiheiten und Menschenrechte außer Kraft zu setzen und dem Vorbild des kommunistischen China zu folgen. Damit war der Damm in Europa gebrochen. Unterstützt wurde der Marsch in Richtung Massenquarantäne (»Lockdown«) auch von Hochrechnungen des Imperial College London mit  apokalyptischen Todeszahlen.

Derek Winton veröffentlichte am 20. Februar 2021 auf der englischen Netzseite lockdown sceptics eine Kritik an Ferguson und der von ihm entwickelten Modellierungssoftware. Winton verfügt über einen Magister in Philosophie und Mathematik und einen weiteren in Computerwissenschaften und hat als kritischer Kommentator die Entwicklung der Modellierungssoftware des Imperial College begleitet.

Im Anschluss an die von ihm veröffentlichte Kritik entspann sich eine Diskussion, an der sich Ferguson und andere Leser von lockdown sceptics beteiligten. Die Kritik Wintons und der nachfolgende Austausch sind so lehrreich, dass sie hier mit freundlicher Genehmigung der Beteiligten dokumentiert werden.

Zunächst die Kritik von Winton:

Historiker werden sicher noch in Jahrhunderten über die »beispiellose« Zeit nachdenken, in der wir gerade leben. Ich bin überzeugt davon, dass sie im Rückblick unsere Reaktion auf das Sars-CoV-2-Virus als monumentale Torheit betrachten werden. Insbesondere werden sie fassungslos sein über die Rolle, die eine zutiefst fehlerhafte Computermodellierung beim Auslösen einer Kette von Ereignissen gespielt hat, die die westliche Gesellschaft grundlegend und vielleicht katastrophal geschädigt haben.

Hintergrund

Um die Rolle des Modells des Imperial College in den richtigen Kontext zu stellen, lohnt es sich, den Februar 2020 in Erinnerung zu rufen.

Es gab Gerüchte über ein neues Virus in China, Berichte über chinesische Bürger, die von Regierungsangestellten in Schutzanzügen aus ihren Wohnungen geholt und in hermetisch abgeriegelte Fahrzeuge verfrachtet wurden, Geschichten von Ärzten, die nach dem Seuchenalarm auf mysteriöse Weise verschwanden.

Viren waren zwar in der jüngeren Vergangenheit wiederholt aufgetaucht, aber ihre Auswirkungen außerhalb Asiens relativ gering. Viele im Westen beobachteten die Entwicklung eher mit Interesse als mit Sorge.

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