Trotz Corona: Militärausgaben 2020 weltweit um 3,9% auf über 1,83 Billionen Dollar gestiegen | Anti-Spiegel

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26-02-21 10:06:00,

Corona oder nicht: Mehr Geld für das Militär ist im Westen immer vorhanden. Das zeigt der Jahresbericht 2020 des Internationalen Instituts für strategische Studien.

Die Meldung habe ich bei der russischen Nachrichtagentur TASS gefunden. Sie gab eine kurze Zusammenfassung des Jahresberichts wieder. Die Kernaussage ist, dass sich die weltweiten Militärausgaben 2020 um fast vier Prozent auf fast zwei Billionen Dollar erhöht haben. Zwei Drittel des Anstiegs kamen aus den Vereinigten Staaten und China. So betrug der Anteil der Vereinigten Staaten an den weltweiten Ausgaben für Verteidigung und Waffen 40,3 Prozent oder 738 Milliarden Dollar. Peking hingegen erhöhte seine Ausgaben in diesem Bereich um 5,2 Prozent oder 12 Milliarden Dollar, womit sie sich auf insgesamt 193,3 Milliarden Dollar belaufen.

Der Studie zufolge gehören nach den USA und China Indien (64,1 Milliarden Dollar), das Großbritannien (61,5 Milliarden Dollar) und Russland (60,6 Milliarden Dollar) zu den Ländern, die am meisten für Verteidigung ausgeben. Zu den Top 10 gehören auch Frankreich (55 Mrd. Dollar), Deutschland (51,3 Mrd. Dollar), Japan (49,7 Mrd. Dollar), Saudi-Arabien (48,5 Mrd. Dollar) und Südkorea (40,4 Mrd. Dollar).

Das waren die Kernaussagen der Meldung der TASS. Da ich wie immer auch hier die Originalquelle geprüft habe, fand ich die Studie unter dem Titel “The Military Balance 2021” aber so interessant, dass ich ihre Zusammenfassung übersetzt habe. Der ausführliche Bericht ist kostenpflichtig, aber schon die Zusammenfassung ist ausgesprochen detailliert und interessant.

Beginn der Übersetzung:

Die Coronavirus-Pandemie hatte 2020 erhebliche Auswirkungen auf die Verteidigungseinrichtungen, deren Auswirkungen noch einige Zeit zu spüren sein werden. In The Military Balance 2021 sehen wir jedoch auch, dass der Wettbewerb der Großmächte weiterhin die Planungen einiger Länder im Bereich der Verteidigungsplanung und Beschaffungsentscheidungen antreibt.

The Military Balance 2021 wird am Ende des Jahres veröffentlicht, das durch die Coronavirus-Pandemie definiert wurde. Obwohl die Pandemie fast jedes Land betroffen hat, hat die Bewältigung dieser gemeinsamen Herausforderung wenig zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den Staaten beigetragen. Konflikte und Konfrontationen haben nicht nachgelassen und der Wettbewerb der Großmächte hat die Planungen einiger Länder im Bereich der Verteidigungsplanung und Beschaffungsentscheidungen weiterhin angetrieben.

Das instabile Sicherheitsumfeld zeigte sich auch in der anhaltenden Belastung der Verteidigungsbeziehungen zwischen Staaten – auch zwischen Verbündeten, wenn es um die NATO ging – und in anhaltenden Herausforderungen für die verbleibenden Elemente der regelbasierten Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg,

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