Die Basis für den Wandel

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27-02-21 02:26:00,

Elisa Gratias: Nachdem ich voriges Jahr in Aufbruchstimmung über Bürgerbewegungs- und Parteiprojekte wie IBAM (Ich bin anderer Meinung) und Widerstand2020 schrieb, die kurz darauf von den Leitmedien diskreditiert wurden, glaube ich persönlich nicht mehr daran, dass eine neue Partei noch etwas an den bestehenden Zuständen zu ändern vermag. Sie sehen das offensichtlich anders. Was lässt Sie an diese neue Partei und ihren Einfluss auf die Politik glauben?

Katja Schäfer: Seit Beginn meiner Jugend war ich, auch bedingt durch mein Elternhaus, politisch interessiert. Einige Jahre war ich in der Kommunalpolitik aktiv. Im Lauf der Zeit habe ich mitbekommen, dass es in der Politik tiefe Abgründe gibt. Entscheidungen waren nicht mehr nachvollziehbar. Die Menschen wurden nicht mehr gehört. Daraufhin habe ich mich komplett aus der Politik zurückgezogen.

Mit Beginn der Corona-Maßnahmen bin ich dann unsanft aus dieser Blase erwacht. Ich ging zu Demonstrationen, fragte mich aber: Und wen wählen wir jetzt alle bei der nächsten Bundestagswahl? Für viele sind alle etablierten Parteien obsolet geworden. Dann habe ich dieBasis entdeckt. Politik von unten nach oben, der Wille des Volkes? Ja, genau das wollte ich. Seitdem habe ich zum ersten Mal das Gefühl: Ich kann etwas bewegen. Viele denken genauso wie ich. Wir wachsen sowohl in ganz Deutschland als auch in Hamburg sehr schnell. Es gibt eine Umfrage der Universität Basel vom 17. Dezember 2020: Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen mit den Beschränkungen nicht einverstanden sind, wurden gefragt, welche Partei sie wählen würden. Unter diesen Menschen hat dieBasis bereits den höchsten Stimmenanteil!

Claudia Breitenfeld: Momente der Verzweiflung, nichts ändern zu können, kenne ich gut. Meine Kinder holen mich aber recht schnell wieder aus dieser fatalistischen Sicht. Ich will ihnen vorleben, dass Aufgeben keine Option ist. Ich denke in Lösungen, nicht in Problemen.

Dass Bürgerbewegungen und Parteiprojekte gezielt diskreditiert, sabotiert und zersetzt werden, ist keine Erfindung der vergangenen Jahre. Die Geschichte der gescheiterten Bürgerbewegungen bietet inzwischen einen enormen Schatz an Erfahrungen und Erkenntnissen über Macht- und Herrschaftstechniken. Ich komme aus dem Bereich Wirtschaftspsychologie und muss Ihnen sagen: Es sind immer die Menschen, nicht die Organisation, die den Erfolg oder Misserfolg ausmachen. Diese erfolgversprechenden Menschen finde ich bei der Basis, daher glaube ich an dieses Projekt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie langwierig der Weg aus unserer klassischen Programmierung hin zu Achtsamkeit ist,

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