Die Doppelmoral der Zensur bei YouTube | Anti-Spiegel

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03-03-21 01:38:00,

RT-Deutsch hat die Rede von Trump am Sonntag in einem Livestream auf YouTube übertragen. YouTube hat RT verwarnt und das Video auf dem RT-Kanal gelöscht, aber bei US-Medien ist es noch zu sehen.

RT-Deutsch hat berichtet, dass der Livestream der Trump-Rede bei der Veranstaltung CPAC der Republikaner in Florida gelöscht wurde. RT-Deutsch zitiert die Standardmail, die YouTube in solchen Fällen verschickt:

“Hallo RT DE,
unser Team hat deine Inhalte geprüft und leider festgestellt, dass sie gegen diese Richtlinien verstoßen: Richtlinien zu Spam, irreführenden Praktiken und Betrug. Wir haben darum folgende Inhalte von YouTube entfernt:
Video: LIVE: Erste öffentliche Rede von Trump nach Amtsübergabe an Joe Biden auf Republikaner-Kongress CPAC””

Die Löschung der Rede bei YouTube hat nicht nur RT-Deutsch getroffen, sondern auch RT insgesamt. All die internationalen RT-Töchter weltweit sind von der Sperrung betroffen.

RT-Deutsch berichtet in dem Artikel dann von den neuen YouTube-Richtlinien, die auf YouTube Inhalte verbieten, die “Menschen in die Irre führen, indem sie behaupten, dass weit verbreiteter Betrug oder Fehler das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen 2020 verändert haben“. Allerdings gibt es bei der Regel Ausnahmen, wenn man im Video selbst, im Titel des Videos oder zumindest in der Videobeschreibung darauf hinweist, dass das Gezeigte unwahre Informationen sind.

RT-Deutsch weist zu Recht darauf hin, dass es bei einem Livestream unmöglich ist, vorher zu wissen, was gesagt wird. Wie soll man also im Vorwege eine solche Warnung in den Namen des Videos oder in die Videobeschreibung oder als Untertitel einbauen, wenn man vorher nicht weiß, was gesagt wird? Man konnte sich zwar denken, dass Trump seine Vorwürfe gegen die letzte US-Wahl wiederholen würde, aber sicher was das nicht. Die Medien hatten nämlich darauf spekuliert, dass Trump sich über seine Zukunft und eine mögliche Kandidatur 2014 äußern würde.

RT-Deutsch hat sich daraufhin an Google gewandt und nachgefragt, was man nun mit dem Video machen könne, um zukünftige Probleme inklusive einer drohenden Sperrung auf YouTube zu vermeiden. RT-Deutsch hat sogar eine Antwort bekommen, sie lautet:

“Sie sollten hier einen Kontext hinzufügen, nämlich dass es sich um ein Beispiel für eine hasserfüllte Rede handelt.”

Das klingt fair. Ist es aber nicht. Während das Video bei RT-Deutsch gelöscht und RT-Deutsch verwarnt wurde, war das Video bei westlichen Medien noch online. Das merkt auch RT-Deutsch in seinem Artikel an und fragt,

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