Die Maske aus der Schuhfabrik

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04-03-21 09:30:00,

Zunehmend werden FFP2-Masken als Standard etabliert. Regierungen verteilen Gutscheine oder versenden die Masken gleich direkt an die Bürger. Das von den Masken ausgehende Gesundheitsrisiko wird dabei in Politik und Medien kaum thematisiert – obwohl aktuell sogar das Robert Koch-Institut und die europäische Seuchenschutzbehörde zur Vorsicht mahnen. Ein aktuelles Beispiel aus Mecklenburg-Vorpommern zeigt: Regierungen sehen sich selbst als Wohltäter, agieren aber in weiten Teilen fahrlässig.

PAUL SCHREYER, 4. März 2021, 0 Kommentare

Im Januar diesen Jahres beschloss die Schweriner Landesregierung die kurzfristige Beschaffung von fünf Millionen FFP2-Masken. Hintergrund sei „die mögliche beschleunigte Ausbreitung von Mutanten des Coronavirus“. Die Regierung plante, die Masken an alle Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern zu versenden (mehr als 800.000) und erklärte dazu:

„Jeder Haushalt erhält mit sechs FFP2-Masken die gleiche Anzahl, sodass auch Familien davon profitieren. Ältere Menschen, die durch das Virus stark gefährdet sind und sich beim Einkaufen besonders gut schützen müssen, erhalten die gleiche Anzahl. Die Sendungen werden als Postwurfsendung direkt nach Hause verschickt.“

Im Februar begann die Verteilung. Die Regierungspartei SPD meldete dazu stolz:

„Aus Verantwortung für die Gesundheit der Menschen in unserem Land verschickt die Landesregierung ab heute sechs FFP2-Masken an jeden Haushalt in MV!“

Was in den Pressemitteilungen nicht auftauchte: Die Masken wurden laut Packungsaufdruck in einer chinesischen Schuhfabrik gefertigt und waren von der kleinen Troisdorfer Firma „HMpG Medical Care“ importiert worden – einem Ein-Mann-Unternehmen des geschäftstüchtigen Pflanzenschutzmittelhändlers und Liedermachers Volker Herdick, der auch das gleichnamige Musiklabel „HMpG Records“ betreibt und dort zu seinem persönlichen Hintergrund auf „preisgekrönte Engagements in der Kleinkunst-Comedyszene“ verweist.

Bei diesem vielseitigen Unternehmer hatte sich die Schweriner Landesregierung also mit Masken eingedeckt (laut Auskunft des Regierungssprechers gegenüber Multipolar zum Stückpreis von 44 Cent), die nun allen Bürgern per Brief zugestellt wurden. Doch waren diese Masken überhaupt sicher oder enthielten sie womöglich gesundheitsschädliche Materialien?

Gefährliche Chemikalien im Maskenflies?

Der Verpackung war zu entnehmen, dass sie der gängigen EU-Norm für FFP2-Masken entsprächen, Herdick hatte auf seiner Webseite auch ein entsprechendes Zertifikat verlinkt. Dieses war ausgestellt von einer britischen Firma namens CCQS, die auf dem Zertifikat allerdings eine Adresse in Irland angab und die laut Eigendarstellung zuvor Prüfzertifikate für eine Bandsäge, eine Drehbank und einen Autolift vertrieben hatte.

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